Lernen am Smart-Board: Viertklässler setzen moderne Technik ein

Grundschule Kirchhörde

Die Kinder der Kirchhörder Grundschule lernen seit zwei Monaten mit viel Fingerspitzengefühl: Eine elektronische Tafel – das "Smart-Board" – reagiert auf Hautkontakt. Wie ein riesiges iPad. Ordner öffnen, Filme starten, Audios hören, lesen, schreiben, Motive bewegen und Antworten klicken. Die Zukunft macht der 4a und der 4b Spaß.

KIRCHHÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 11.03.2011, 07:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Lächeln verrät Zufriedenheit: Dieser Schüler kennt sich aus - auf der Deutschland-Karte und am Smart-Board. Wer das Ergebnis so nah vor Augen hat und Fehler sofort erkennen und korrigieren kann, lernt offenbar mit viel Freude.

Das Lächeln verrät Zufriedenheit: Dieser Schüler kennt sich aus - auf der Deutschland-Karte und am Smart-Board. Wer das Ergebnis so nah vor Augen hat und Fehler sofort erkennen und korrigieren kann, lernt offenbar mit viel Freude.

Mit Erfolg: "So zu lernen macht viel mehr Spaß", begründet eine Schülerin aus der 4a den Motivationsschub in der Klasse, wo es jetzt schneller mal „Klick“ macht – nicht auf dem Smart-Board, sondern in den Köpfen. Bevor der Groschen fällt, müssen die Lehrer oder Schüler den Speicher im Computer der elektronischen Tafel mit guten Inhalten füllen. Beispiel Erdkunde: Das Bild zeigt die Deutschlandkarte, daneben stehen die Bundesländer-Namen. Drei Schüler stehen vor der Tafel, diskutieren über das Ergebnis, treffen eine Entscheidung und ziehen den Namen mit dem Finger auf die Karte.

Zeitgleich arbeiten die Klassenkameraden an eigenen Aufgaben oder in Kleingruppen an ihren Tischen. Klassenlehrerin Inge Lange nimmt neben einer Schülerin Platz und hilft bei einer Aufgabe. Der moderne Unterricht nutzt neben Büchern auch das Internet für Recherchen und baut Filme ein, um Inhalte vor Augen zu führen. 4a-Klassenlehrer Sebastian Lubusch führte beim Vergleich der beiden großen Weltreligionen die Klasse mit einem Videofilm durch eine christliche Kirche und eine Moschee.

Auch in der Kunst weiß der Pädagoge die Technik zu nutzen: "Wir haben am Smart-Board über die Linienführung in den Bildern von Paul Klee diskutiert", so Labuschs bildhaftes Beispiel – geschickt bestimmt ein Schüler mit der Fingerspitze einen Ausschnitt, tippt hinein und erzeugt so eine vergrößerte Ansicht des Bereichs, über den die Klasse dann diskutiert. In der Sachkunde mussten die Viertklässler an der Tafel in einem Körper die Organe anordnen. Eine Schülerin über das Fehlermeldesystem des Computers: "Einmal haben wir die Lunge falsch positioniert. Da ist der Mensch dann blau angelaufen."

Auch Schulleiterin Gudrun Rüding (58) ist begeistert vom Technik-Vorteil, der den klassischen Unterricht intelligent ergänzen muss. Froh ist sie auch über die Ansicht des 9-jährigen Adrian aus der 4a: "Man braucht den Lehrer immer noch."