Lettland verimpft ungenutzte Astrazeneca-Dosen: Tausende Menschen nutzen die Aktion

Coronavirus

Lettland steht seit geraumer Zeit in der Kritik, da das Land die niedrigste Impfrate Europas aufweist. Jetzt sollen mehr als 5000 ungenutzte Astrazeneca-Dosen ohne Termin verimpft werden.

Riga

17.04.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Lettland sollen mehr als 5000 ungenutzte Astrazeneca-Dosen ohne Termin verimpft werden.

In Lettland sollen mehr als 5000 ungenutzte Astrazeneca-Dosen ohne Termin verimpft werden. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In Lettland gibt es großes Interesse an Astrazeneca-Impfungen. Bereits nach wenigen Stunden waren vor den Impfstationen in mehreren Städten des baltischen EU-Land die Warteschlangen am Samstag so lang, dass die Impfaktionen ohne vorherige Terminvergabe vorzeitig beendet wurden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Riga mit.

In der Hauptstadt Riga überstieg bereits eine gut Stunde nach Öffnung der beiden großen Impfzentren die Nachfrage die Zahl an verfügbaren Impfstoffen. Auch in anderen lettischen Städten wollten lettischen Medienberichten mehrere Dutzende wartende Menschen das zusätzliche Impfangebot wahrnehmen.

Mehr als 5000 ungenutzte Dosen werden verimpft

Bei Impfaktionen in sieben Städten sollen in Lettland am Wochenende 5370 ungenutzte Dosen des Astrazeneca-Vakzins verabreicht werden, die bei Massenimpfungen über Ostern von Personen aus vorrangigen Impfgruppen nicht nachgefragt wurden. Die Impfungen werden frei und ohne Anmeldungen vergeben. Bereits am Freitag waren auf diese Weise rund 3300 Menschen geimpft worden.

Niedrigste Impfrate Europas

In Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern ist die Impfkampagne bislang nur sehr schleppend angelaufen. Der Ostseestaat weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC die niedrigste Impfrate in Europa auf. Die Regierung in Riga steht dafür heftig in der Kritik.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Lettland knapp 111.000 Corona-Fälle erfasst. Mehr als 2000 Infizierte starben.

RND

Lesen Sie jetzt