Letzte Schicht für Hauptbrandmeister Hörstrup nach 33 Jahren

NEUASSELN Das Team der Feuerwache 3 hatte sich für die letzte Schicht von Hauptbrandmeister Herbert Hörstrup etwas Besonderes einfallen lassen: die Heimfahrt im Feuerwehr-Oldtimer.

von Von Uwe Brodersen

, 19.11.2008, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach der letzten Schicht wurde Herbert Hörstrup (mit Mütze) von den Kollegen mit dem Oldtimer nach Hause gefahren.

Nach der letzten Schicht wurde Herbert Hörstrup (mit Mütze) von den Kollegen mit dem Oldtimer nach Hause gefahren.

Und was hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert? „Früher hatten wir mehr Großbrände“, erzählt der 58-Jährige. „Heute können durch den vorbeugenden Brandschutz viele Feuer schon frühzeitig erkannt werden“, erläutert Hörstrup. Einen sehr positiven Beitrag habe auch die Aufklärungsarbeit der Feuerwehr geleistet. „Viele Menschen haben jetzt eine feine Antenne für den Brandschutz.“ 1000 bis 1500 Mal im Jahr rücken die Feuerleute der Wache 3 aus, 20 000 Brandschutzeinsätze gibt es jährlich in ganz Dortmund. Während seiner langen Dienstzeit erwarb Herbert Hörstrup – auch durch zahlreiche Sonderausbildungen – einen riesigen Erfahrungsschatz und war den Kollegen immer ein kompetenter Ansprechpartner. 1980 wurde er Oberbrand-, 1992 Hauptbrandmeister.

„Natürlich werde ich die Feuerwehr vermissen“, gibt der Routinier ohne Umschweife zu. „Doch kann ich mich jetzt um vieles kümmern, was bisher zu kurz gekommen ist. Eine Beteiligung am Vereinsleben war für mich wegen des 24-Stunden-Einsatzdienstes überhaupt nicht möglich.“ Herbert Hörstrup möchte in den Heimatverein eintreten, vielleicht im Kirchenchor mitsingen und sich sozial engagieren. „Der Dienst am Bürger ist immer meine Sache gewesen.“

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