Lichtendorf - eine Lichtung im grünen Wald

Stadtteil-Serie / Folge 77

Die Lichtung im Grünen, so wurde Lichtendorf in seiner Gründungszeit genannt. Und auch sonst gibt sich der Stadtteil südlich des Ardeygebirges alle Mühe, seinem Namen gerecht zu werden - mit traumhafter Landschaft, bunten Gärten und dem plätschernden Gehrenbach. Was es außerdem in Lichtendorf gibt, erzählen wir in Folge 77.

LICHTENDORF

, 06.08.2015, 01:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lichtendorf - eine Lichtung im grünen Wald

Lichtendorf ist eine ruhige Wohngegend mit vielen Einfamilienhäusern.

Kurzbiografie

Am äußersten Rand der Stadt liegt Lichtendorf. Der Stadtteil liegt näher an Schwerte und Holzwickede als an der Dortmunder Innenstadt. Zu Gründungszeiten, Anfang des 19. Jahrhunderts, soll der Stadtteil wie eine Lichtung im Grünen gewirkt haben. Lichtendorf liegt südlich des Hauptkamms des Ardeygebirges, zwischen Schwerte und Sölderholz.

Vor der Industrialisierung lebten nur wenige Menschen in Lichtendorf. Durch den Bergbau siedelten sich jedoch viele Kumpel im Ort an. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtteil von den Briten mit Bomben angegriffen. Die Eingemeindung geschah im Verhältnis zu den anderen Stadtteilen relativ spät, am 1. Januar 1975.

Lage

Im Westen Lichtendorfs liegen fast nur Felder, im Osten befindet sich eine Siedlung. Durch den Ort führt auch der Gehrenbach. Der Ort spaltet sich in einen nördlichen und einen südlichen Teil, getrennt von der Autobahn 1. Der nördliche wurde im Zuge der Gebietsreform in den 70er-Jahren Dortmund zugeteilt - der südliche, mit großen landwirtschaftlich genutzten Flächen, Schwerte.

Verkehr

Mit Bus und Bahn braucht man eine knappe Stunde, wenn man in Aplerbeck umsteigt. Über eine kleine Straße kommt man im Süden auch auf den bekannten Rasthof in Lichtendorf, der sich direkt an der A1 befindet.

Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht in Lichtendorf, dafür fahren die Bewohner etwa ins im Norden gelegene Sölderholz oder nach Schwerte.

Wohnumfeld

Lichtendorf ist ein beliebter Wohnort, hier stehen Ein- und Mehrfamilienhäuser mit kleinen Gärten im Hinterhof.

Familientauglichkeit

Mit 14,5 Prozent Minderjährigen-Anteil liegt Lichtendorf etwa im Durchschnitt. Eine Schule und zwei Kitas gibt es im Stadtteil, eine Jugendfreizeitstätte sucht man hier allerdings vergebens.

Leben im Alter

Ungefähr jeder fünfte Einwohner ist älter als 67 Jahre. Es gibt jedoch keine Altenheime, keine Senioren-Begegnungsstätten.

Stadtteilleben

Die Freiwillige Feuerwehr des Orts lädt jährlich zum Tag der offenen Tür. Bekannt ist vor allem auch das Haus Sievert in der Eichholzstraße. Hier läuft seit mehr als 150 Jahren der Gastbetrieb, früher als Treffpunkt für die Dorfbewohner, heute als Ausflugsziel mit wechselnden Themen-Menüs oder Hochzeits-Location.

Unser Tipp

Eine Wanderung durch die westlichen Felder und den Wald der Aplerbecker Mark ist eine Möglichkeit, die Naherholungsgebiete der Region zu erkunden.

Sie haben noch Hinweise zu Ihrem Stadtteil? Wir freuen uns über Ihren Kommentar unter diesem Artikel.

 

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