Liefers gibt tierisches Konzert im Gloria

Auftritt in Köln

Tierisch ab ging es beim Konzert von Jan Josef Liefers und seiner Band Radio Doria im Kölner Gloria. Die Musiker verwandelten bei ihrer "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit"-Tour die Gloria-Bühne in eine Waldkulisse. Und Liefers überraschte mit einer besonderen Verkleidung.

Köln

10.03.2016, 09:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Begeisterung im Publikum, als Liefers die Maske abnimmt.

Begeisterung im Publikum, als Liefers die Maske abnimmt.

Hinter der Maske einer Art Spezies "Kurz-Ohr-Hase" und unter einer idyllischen Baumkrone, singt Jan Josef Liefers am Mittwochabend über Tiere des Waldes, die Richtung Stadt aufgebrochen sind, von ihren Erfahrungen und von Evolution und Gegenbewegung. 

Die Musik gewähre ihm einen Freiraum, den er unbedingt benötige, erklärte kürzlich der beliebte Schauspieler und Regisseur. Ein Millionenpublikum kennt den 50-jährigen gebürtigen Dresdener insbesondere als blasierten Pathologen Professor Karl-Friedrich Boerne aus dem Münsteraner Tatort.

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Liefers verwandelt Gloria in Waldkulisse

Tierisch ab ging es beim Konzert von Jan Josef Liefers und seiner Band Radio Doria im Kölner Gloria. Die Musiker verwandelten die Bühne in eine Waldkulisse. Und Liefers überraschte mit einer besonderen Verkleidung.
10.03.2016
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Hinter der Maske einer Art Spezies "Kurz-Ohr-Hase" und unter einer idyllischen Baumkrone, singt Jan Josef Liefers.© Foto: Thomas Brill
Liefers und Band auf ihrer "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit"-Tour.© Foto: Thomas Brill
Das Konzert fand am Mittwoch, 9. März, statt.© Foto: Thomas Brill
Die Tiere des Waldes auf der Bühne im Gloria.© Foto: Thomas Brill
Die Tiere des Waldes auf der Bühne im Gloria.© Foto: Thomas Brill
Die Tiere des Waldes auf der Bühne im Gloria.© Foto: Thomas Brill
Ein Baum, Grillenzirpen - die Gloria-Bühne wurde zum Wald umgebaut.© Foto: Thomas Brill
Jan Josef Liefers (* 08. August 1964 in Dresden, deutscher Schauspieler, Musiker, Regisseur und Produzent) gastiert mit seiner Band Radio Doria, bestehend aus Johann Weiß und Jens Nickel (Gitarren), Gunter Papperitz (Keyboards), Christian Adameit (Bass) und Timon Fenner (Drums) auf ihrer "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit"-Tour.© Foto: Thomas Brill
Begeisterung im Publikum, als Liefers die Maske abnimmt.© Foto: Thomas Brill
Die Kindheit und ihre prägenden Umstände ziehen sich nicht nur bei Titeln wie "Mondlied" oder "Verlorene Kinder", übrigens ein Cover der DDR-Rockgruppe Silly, bei der heute Liefers Frau Anna Loos singt, wie ein roter Faden durch das Repertoire.© Foto: Thomas Brill
Seit 14 Jahren arbeiten Band und Sänger zusammen.© Foto: Thomas Brill
In zahlreichen Anekdoten geht es um die Vergangenheit, vielfach in nostalgischer Verbrämung, während Lieder wie "Helden" oder "So sieht man sich wieder" oder "Gute Nachrichten" zeitlos und ohne Ortsbezug funktionieren.© Foto: Thomas Brill
800 Fans begeisterten die Musiker am Mittwochabend.© Foto: Thomas Brill
Nach gut zwei Stunden gibt es reichlich Applaus für eine Musik, deren Nachdenklichkeit frei von Moralinsäure ist, und die trotz der vielen schlechten Nachrichten in der Welt die Freude an den verbleibenden guten nachhaltig zu befeuern vermag.© Foto: Thomas Brill
Liefers und Band auf ihrer "Die freie Stimme der Schlaflosigkeit"-Tour.© Foto: Thomas Brill
800 Fans begeisterten die Musiker am Mittwochabend.© Foto: Thomas Brill
Die Musiker: Jan Josef Liefers (Gesang), Johann Weiß und Jens Nickel (Gitarren), Gunter Papperitz (Keyboards), Christian Adameit (Bass) und Timon Fenner (Drums).© Foto: Thomas Brill
Die Musik gewähre ihm einen Freiraum, den er unbedingt benötige, erklärte kürzlich der beliebte Schauspieler und Regisseur.© Foto: Thomas Brill
Ein Millionenpublikum kennt den 50-jährigen gebürtigen Dresdener insbesondere als blasierten Pathologen Professor Karl-Friedrich Boerne aus dem Münsteraner Tatort.© Foto: Thomas Brill
Die Band Radio Doria.© Foto: Thomas Brill
Liefers freut sich, mal wieder in seiner zweiten Heimat Köln zu sein.© Foto: Thomas Brill
Nach gut zwei Stunden gibt es reichlich Applaus für eine Musik, deren Nachdenklichkeit frei von Moralinsäure ist, und die trotz der vielen schlechten Nachrichten in der Welt die Freude an den verbleibenden guten nachhaltig zu befeuern vermag.© Foto: Thomas Brill

Aber ganz offenkundig stellt Musik für ihn nicht nur einen persönlichen Freiraum während der Zeiten ohne schauspielerisches Engagement dar, sondern gehört eindeutig als gleichberechtigte Facette zur Künstler-Persönlichkeit von Liefers.

Artig freut sich der 50-Jährige, mal wieder in seiner zweiten Heimat Köln, wo so viele nette Menschen leben, zu sein. Dafür gibt es Applaus von rund 800 Fans. Weitere musikalische Rückendeckung erhält er von seiner fünfköpfigen Band Radio Doria, die früher einmal Oblivion hieß, und mit der er bereits seit 14 Jahren zusammenarbeitet.

Immer wieder Bezug zur Kindheit

Begeisterter Jubel bricht insbesondere unter den weiblichen Fans aus, als Liefers zum Lied "Radio Doria", in dem er über den mentalen Schwebezustand zwischen Schlaf und Schlaflosigkeit, in dem die Gedanken ein wenig irrlichtern dürfen, singt, seine Hasenmaske mit einem schwarzen Hut, unter dem seine dunklen Augen immer ein wenig ratlos hervorblicken, vertauscht.

Die Kindheit und ihre prägenden Umstände ziehen sich nicht nur bei Titeln wie "Mondlied" oder "Verlorene Kinder", übrigens ein Cover der DDR-Rockgruppe Silly, bei der heute Liefers Frau Anna Loos singt, wie ein roter Faden durch das Repertoire. In zahlreichen Anekdoten geht es um d

ie Vergangenheit, vielfach in nostalgischer Verbrämung, während Lieder wie "Helden" oder "So sieht man sich wieder" oder "Gute Nachrichten" zeitlos und ohne Ortsbezug funktionieren.

Nach gut zwei Stunden gibt es reichlich Applaus für eine Musik, deren Nachdenklichkeit frei von Moralinsäure ist, und die trotz der vielen schlechten Nachrichten in der Welt die Freude an den verbleibenden guten nachhaltig zu befeuern vermag.