Lienen: Feuerwehrmann (19) stirbt bei Gasexplosion - Ermittlungen beginnen

Unglück

Feuerwehrleute in Lienen sind bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus verschüttet worden. Ein freiwilliger Feuerwehrmann (19) konnte nur tot geborgen werden. Jetzt beginnen die Ermittlungen.

Lienen (Kreis Steinfurt)

09.02.2020, 09:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lienen: Feuerwehrmann (19) stirbt bei Gasexplosion - Ermittlungen beginnen

Nach einer Gasexplosion stürzte dieses Mehrfamilienhaus in Lienen ein und begrub Feuerwehrleute unter sich. Einer konnte schwer verletzt gerettet werden, ein anderer starb. © David Poggemann/Nord-West-Media TV /dpa

Nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Nordrhein-Westfalen ist ein Feuerwehrmann (19) am Samstag gestorben. Der Mann sei unter eingestürzten Trümmern des Hauses in Lienen nahe Osnabrück verschüttet worden.

Die Bergung des 19-Jährigen aus dem teilweise eingestürzten Haus sei kompliziert und schwierig gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Ein Arzt hatte den Tod des Feuerwehrmannes festgestellt. Noch am Abend waren Einsatzkräfte dabei, den Leichnam des Mannes zu bergen. Dazu mussten zunächst eingestürzte Betonteile, die sich ineinander verkeilt hatten, beiseite geräumt werden.

Einsatzfahrzeuge mit Trauerflor

Bei dem verunglückten Mann handelt es sich nach Angaben des Verbands der Feuerwehren im Kreis Paderborn um einen 19-jährigen ehrenamtlichen Feuerwehrmann. Paderborner Kreisbrandmeister Elmar Keuter sagte am Samstagabend: „Wir trauern mit der Familie des jungen Kameraden.“

In solidarischem Respekt mit den Kameraden aus Lienen sollen bis zum 22. Februar alle Einsatzfahrzeuge mit Trauerflor versehen werden, bittet Keuter.

Ein weiterer eingeschlossener Kollege wurde zuvor aus dem teilweise eingestürzten Haus geborgen und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Drei weitere Feuerwehrmänner wurden ebenfalls verletzt.

Wegen Gasgeruchs informieren Bewohner die Feuerwehr

Wegen Gasgeruchs hatten Bewohner am Samstagvormittag die Feuerwehr alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu der Explosion, während die Feuerwehrleute nach dem Ursprung des Geruchs suchten. Teile des Wohnhauses stürzten komplett in sich zusammen. Die Bewohner konnten zuvor in Sicherheit gebracht werden.

Die Ermittlungen beginnen

Wie es zu der Explosion kommen konnte, ist bisher noch unklar. Nun werde ermittelt, wie es zu der Explosion kommen konnte, sagte der Polizeisprecher. Im Laufe des Sonntages werde ein Statiker das Gebäude begutachten und entscheiden, ob die Polizei das Gelände betreten und mit den Ermittlungen beginnen kann. Das Wohnhaus sei gestern bereits mit Drahtseilen und Stützen gesichert worden.

Bundesweite Betroffenheit

Der Tod des jungen Feuerwehrmannes löste bundesweit Betroffenheit aus. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach der Familie über Twitter sein Beileid aus: „Ich bin in Gedanken bei seiner Familie, Freunden und seinen Feuerwehrkameraden.“

dpa/iri

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