Nach Lkw-Unfall auf der A1: Sperrung in Richtung Bremen bis in die Nacht

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Nach dem Lkw-Unfall auf der Autobahn 1 sind die Aufräum- und Bergungsarbeiten noch aufwendiger geworden als vermutet: Die Sperrung wurde bis in die Nacht verlängert.

Unna

, 14.11.2020, 13:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach dem schweren Lkw-Unfall auf der A1 dauern bis in die Nacht. Der Sattelzug war am Samstagmittag umgekippt und hatte sich quer über mehrere Fahrstreifen gelegt. Er verlor einen Teil seiner Ladung: mehrere Tonnen Kakifrüchte.

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Die Autobahn in Richtung Bremen wurde zwischen Unna und Kamen-Zentrum gesperrt. Auch die Gegenrichtung war zunächst betroffen. Dort konnte der Verkehr aber umgehend wieder an der Unfallstelle vorbeirollen. Es musste nur die linke Fahrspur gesperrt werden. Extrem langsam fahrende Gaffer erwiesen sich aber als Problem, auf das die Polizei mit dem Aufstellen von Sichtschutzwänden reagieren musste.

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Fahrer blieb unverletzt

Personenschaden hat es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Der Fahrer des umgekippten Sattelzugs blieb unverletzt, wie die Autobahnpolizei Dortmund am Nachmittag mitteilte.

Reifenplatzer offenbar die Ursache

Wie unser Reporter an der Unfallstelle erfuhr, soll bei dem Sattelzug ein Reifen geplatzt sein. Deswegen habe der Fahrer die Kontrolle verloren. Der Laster kam von seiner Spur ab, durchschlug auf etwa 50 Metern Länge die Mittelleitplanke und kippte auf die Seite.

Ein Abschleppunternehmen musste mit mehreren Spezialfahrzeugen anrücken. Es galt erst, tonnenweise Früchte wegzuschaffen, um dann den umgekippten Lastzug zu bergen.

Ein Abschleppunternehmen musste mit mehreren Spezialfahrzeugen anrücken. Es galt erst, tonnenweise Früchte wegzuschaffen, um dann den umgekippten Lastzug zu bergen. © Neumann

24 Tonnen Kakifrüchte an Bord

Der Lastzug hatte Kakifrüchte geladen, die sich teils über die Autobahn ergossen.

Die Bergung des Fahrzeugs sei schwieriger als zunächst gedacht, hieß es von der Polizei schon tagsüber. Bis die Autobahn wieder freigegeben wird, könne es länger dauern. Am Nachmittag wurde bekannt, dass die Bergungsarbeiten bis zum späten Abend dauern sollten: 21 oder 22 Uhr lautete die Schätzung. Später am Abend wurde die Sperrung bis voraussichtlich nach Mitternacht verlängert.

Schaufel für Schaufel wurde die Ladung aus dem Lkw-Wrack herausgeholt.

Schaufel für Schaufel wurde die Ladung aus dem Lkw-Wrack herausgeholt. © Neumann

Ein Grund für den hohen Aufwand war die Fruchtladung: Sie musste aus dem Wrack des Aufliegers herausgeholt werden. Er hatte nach Informationen vom Unfallort 24 Tonnen Früchte geladen. Um 16.30 Uhr wurde die bis dahin geborgene Ladung erst auf ein Viertel geschätzt. Zu dem Zeitpunkt lag der Unfall schon rund dreieinhalb Stunden zurück.

Ein Abschleppunternehmen brachte einen Radlader zum Unfallort, um die Ladung in mehrere Mulden zu schaufeln. Ohne die vollständige Leerung des Laderaums erschien das Aufrichten und Abschleppen des Lastzugs unmöglich.

Staus auch auf Ausweichstrecken

Zwischenzeitlich waren deutliche Auswirkungen der Autobahnsperrung im Unnaer Stadtgebiet spürbar: Auf Durchfahrtstraßen wie der Friedrich-Ebert-Straße staute sich der Verkehr.

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