Lottovermittler Norman Faber droht Bochum zu verlassen

Glücksspiel-Staatsvertrag

Den privaten Lottovermittler Norman Faber zieht es in den Norden. Der Unternehmer will nach eigenen Angaben noch im November eine neue Firma in Schleswig-Holstein gründen. Für den Standort in Bochum sehe es düster aus. Ob er mit seinen 370 Mitarbeitern bestehen bleibt, hänge von den gesetzlichen Bedingungen ab.

BOCHUM

von Von Angela Wiese

, 02.11.2011, 12:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lottounternehmer Norman Faber.

Lottounternehmer Norman Faber.

Ende Oktober hatten sich die restlichen 15 Bundesländer auf Eckpunkte für einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag geeinigt. Würden diese umgesetzt, würde "die Firmengruppe Faber" vernichtet, sagt der Lotto-Unternehmer. So bräuchte er in Zukunft 34 Genehmigungen, um in allen Bundesländern tätig werden zu können. "Die werden wir nicht bekommen", sagt Faber und beruft sich damit auf Erfahrungen aus den vergangenen Jahren.In Bochum beschäftigt die Firma Faber derzeit 370 Mitarbeiter an zwei Standorten - an der Markstraße und der Lise-Meitner-Allee. "Ich hoffe noch, unabhängig von der Firmengründung in Schleswig-Holstein, dass die Landesregierung ein "vernünftiges Gesetz macht". Der Glücksspiel-Staatsvertrag der 15 Bundesländer soll voraussichtlich im Dezember unterzeichnet werden.