Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Loveparade: Thomas Wenner hat Anzeige erstattet

Reaktionen aus Bochum

BOCHUM 19 Tote, über 300 Verletzte - das ist die traurige Bilanz der Loveparade in Duisburg. In der Berichterstattung über die Tragödie spielt auch Bochum eine Rolle: Im vergangenen Jahr hatten die Verantwortlichen den Plänen für die Loveparade in der Stadt eine Absage erteilt. Bochums Ex-Polizeipräsident Thomas Wenner war damals einer der wortführenden Gegner und hat jetzt den Duisburger Oberbürgermeister und leitende Beamte der Stadt angezeigt.

von von Max Florian Kühlem

, 25.07.2010 / Lesedauer: 2 min
Loveparade: Thomas Wenner hat Anzeige erstattet

Thomas Wenner.

Das bestätigte Wenner am Montag auf Anfrage. „Bahnhöfe nicht geeignet“ Gegenüber der Bild-Zeitung hatte Wenner gesagt: „Eine solche Veranstaltung war in einer Stadt wie Duisburg auf einem solchen Gelände nie realisierbar. Städte wie Bochum und Duisburg mit ihren engen Bahnhöfen sind dafür nicht geeignet. Schon im vergangenen Jahr gab es kein vernünftiges Konzept. Ich wollte die Sicherheit nicht opfern auf dem Altar der Spaßgesellschaft. Genau das ist nun geschehen.“ Nicht nur, weil der Bochumer Hauptbahnhof zu klein ist, auch weil keine geeignete Strecke und kein genügend großer Ort für die Abschlusskundgebung gefunden werden konnte, wurde die Bochumer Loveparade Anfang 2009 abgesagt. Spätestens jetzt ist klar: Die absolut richtige Entscheidung.OB Scholz zurückhaltend Letztendlich getroffen wurde sie von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, die damals stark kritisiert wurde. In Anbetracht der tragischen Ereignisse fühlte sie sich in ihrer klaren Linie gestern zwar im Nachhinein bestätigt. „Ich möchte aber vor allem feststellen, dass es unendlich traurig ist, dass dort Menschen ums Leben gekommen sind“, so Ottilie Scholz. Im Gegensatz zu Ex-Polizeichef Wenner hält sie sich auch mit Anklagen zurück: „Man kann die Situation in Bochum und Duisburg nicht vergleichen“. Der Bahnhof dort sei um ein vielfaches größer und auch für die Abschlusskundgebung habe in Duisburg ein großer Platz zur Verfügung gestanden. In Bochum waren dagegen die vergleichsweise engen Straßen Königsallee und Alleestraße im Gespräch.