Lückenlose Überprüfung der Herkunft schafft Vertrauen

Fleisch und Futter

Mit Dioxin verseuchte Eier, mit der Chlor-Verbindung kontaminiertes Schweinefleisch und mit dem Schadstoff vergiftetes Tierfutter sorgen dafür, dass vielen Verbrauchern derzeit die Bissen im Hals stecken bleiben.

EVING

von Von Nils Heimann

, 18.01.2011, 08:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Cornelia Pötter bleibt gelassen: Dank Fleisch aus der unmittelbaren Region und strenger Kontrollen der verwendeten Futtermittel, deren Herkunft lückenlos nachgewiesen werden kann, spürt sie die Auswirkungen des Dioxin-Skandals kaum.

Cornelia Pötter bleibt gelassen: Dank Fleisch aus der unmittelbaren Region und strenger Kontrollen der verwendeten Futtermittel, deren Herkunft lückenlos nachgewiesen werden kann, spürt sie die Auswirkungen des Dioxin-Skandals kaum.

Doch die Lage habe sich beinahe ebenso schnell auch wieder entspannt. "Dennoch fragen einige Leute schon nach der Herkunft unseres Fleisches", so der Metzger. Bei Edeka gehe man aber offen mit solchen Fragen um und könne auch lückenlos nachweisen, wo das Fleisch herkommt. Außerdem würden von zwei Laboren ständig Proben genommen. "Und bislang war alles unbedenklich." Bei den Eiern sei die Nachfrage ebenfalls nur leicht rückläufig, ergänzt Filialleiterin Sabine Hahn. "Es gibt aber einen eindeutigen Trend zur Bio-Alternative." Auch in der Fleischerei Pötter an der Bayrischen Straße stellen Kunden kritische Fragen, doch das beschränke sich vor allem auf die Laufkundschaft. "Unsere Stammkunden wissen, dass sie sich auf unsere Qualität verlassen können", versichert Inhaberin Cornelia Pötter. Allerdings sei man auch auf größeren Informationsbedarf der Kundschaft gut vorbereitet: "Wir sind ja in der glücklichen Lage, dass die Tiere aus der unmittelbaren Region kommen und wir auch noch selber schlachten", vertraut die Geschäftsfrau ihren Lieferanten.

Allerdings müssen auch diese Tiere gefüttert werden und sind daher potenziell gefährdet, die gefährliche Substanz aufzunehmen. "Wir haben aber Futterlisten, anhand derer wir sehen können, wo unsere Fleischlieferanten ihr Futter beziehen", setzt Cornelia Pötter ebenfalls auf Prüfung der Herkunft von Fleisch und Futter.