Lücklemberg: Rewe-Streit geht in die nächste Phase

LÜCKLEMBERG Ein Kopf-an Kopf-Rennen liefern sich die Befürworter und Gegner des Rewe-Supermarkts in Lücklemberg. Über 600 Unterschriften hatte einer der Gegner der Pläne, Thomas Horster-Möller, auf der Einwohnerinformation im Januar präsentiert.

von Von Peter Bandermann

, 04.03.2009, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Grenze hat jetzt auch die "Pro Rewe"-Initiative geknackt. "Wir haben sehr große Resonanz auf unsere Postkartenaktion erhalten", freute sich Eva-Maria Stegemann-König gestern über die mehr als 600 Befürworter, die an der Aktion teilgenommen haben. "Das Telefon steht nicht still und täglich kommen Bürger, um sich eine Karte persönlich abzuholen.

Wie berichtet, hatte die Lücklembergerin 6000 frankierte Karten unters Volk gebracht. "Wir wollten wissen, ob es wirklich nur Gegner des Supermarkt-Baus gibt und wissen es jetzt besser", so die Initiatorin.

Unterschriften-Wettstreit für oder gegen einen Supermarkt-Bau

Der Unterschriften-Wettstreit für oder gegen einen Supermarkt-Bau dürfte in Dortmund einzigartig sein. Umso schwieriger ist es für die Politik, eine Entscheidung zu fällen. "Diese Unterschriften spielen natürlich eine gewisse Rolle. Sie sind für uns ein weiterer Grund, die Planungen voranzutreiben", sagte dazu gestern der Fraktionssprecher der CDU in der Hombrucher Bezirksvertretung, Hans-Jürgen Grotjahn. Seine Fraktion stimmt in der Sitzung am kommenden Dienstag für die Fortführung der Pläne durch die Stadt. Grotjahn erwartet von der Stadt aktuelle Zahlen über die Verkehrsbelastung der Kirchhörder Straße - und hat bereits einen Verdacht:

Mehr Verkehr auf der Kirchhörder Straße

"Durch die Tempo-30-Zone auf der Hagener Straße fließt jetzt mehr Verkehr über die Kirchhörder Straße, weil die Autofahrer so schneller in die Innenstadt kommen." Grotjahn betont: "Pläne fortzuführen bedeutet noch lange keinen Baubeschluss."

So sieht das auch Gerd Alda, dessen Fraktion heute mit den Grünen über eine Vorlage der Stadt berät. "Wir entscheiden Dienstag nicht über eine Baubewilligung, sondern über eine weitere Planung."

Die Stadt möchte von der Politik am Dienstag den Flächennutzungsplan ändern lassen. Ohne diesen Schritt kann der von Rewe beauftragte Investor später nicht bauen.

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