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Architekt soll Aufwand für Erweiterung der Kita prüfen

Florian-Kita

Saniert werden muss die Kita der Elterninitiative Florian auf jeden Fall. Auch eine Erweiterung ist nötig, um die Zukunft zu sichern. Ein Architekt soll prüfen, wie hoch die Kosten werden.

Lünen

, 24.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Architekt soll Aufwand für Erweiterung der Kita prüfen

Der Wasch- und Toilettenraum der Kita Florian soll auch saniert werden. Auch wenn sie optisch gut aussehen - es fehlen ausreichend Toiletten und auch die Wickelauflagen müssen erneuert werden. © Peter Fiedler

Nach Diskussionen über Alternativen entschied sich eine knappe Mehrheit des Jugendhilfeausschusses am Dienstagabend dafür, dass ein externer Architekt mit konkreten Planungen beauftragt werden soll. Um am Ende zu wissen, wie hoch die Kosten für eine bauliche Veränderung durch Aus- und Umbau oder durch einen Anbau sein werden. Für diese Planung hatte die Elterninitiative Florian knapp 35.000 Euro bei der Stadt beantragt. Diese Kosten zu übernehmen, hatte Fachdezernent Ludger Trepper den Ausschuss-Mitgliedern ans Herz gelegt. Endgültig entscheiden wird der Haupt- und Finanzausschuss (HuFa) am 7. Januar.

Initiative muss abwarten

Bis dahin müssen die Verantwortlichen der Eltern-Initiative noch abwarten. Vorsitzende Martina Eßeling erfuhr am Mittwoch von Fachdezernent Ludger Trepper, wie die Abstimmung im Jugendhilfeausschuss ausgegangen war. „Klar ist schon mal, dass wir Geld für die Bädersanierung bekommen, damit wir dauerhaft weitermachen können“, so Martina Eßeling. Auch wenn die Bäder optisch ansprechend sind - die Kita hat für die Menge der Kinder, die betreut werden, zu wenig Toiletten. Und auch die Wickelauflagen müssen erneuert werden. „Das sind Vorgaben vom Land“, sagt die 1. Vorsitzende. Und hofft, dass der HuFa die Mittel für eine externe Planung und Kostenberechnung im Haushalt bereit stellt: „Wir haben mehrere Optionen vorgeschlagen. Die Stadt braucht ja weitere Kitaplätze“.

Die kommissarische Leiterin der Florian Kita, Claudia Püschel, spricht sich ganz klar für den derzeitigen Standort an der Florianstraße aus: „Wir möchten nach Möglichkeit diesen Standort behalten, denn so ein Außengelände, wie wir es haben, werden wir nie wieder bekommen. Und das ist ganz wichtig für unsere Arbeit, weil wir hier auch Tiere halten können.“

SPD: Stadt soll Gelände und Gebäude kaufen

Im Ausschuss regte Ulrich Eilert (SPD) an, dass die Stadt Gelände und Gebäude der Florian-Kita erwirbt und dann die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) mit ihrer großen Erfahrung die Planung übernimmt. Dass die Elterninitiative bereit wäre, Grundstück und Gebäude wieder an die Stadt zu verkaufen, glaubt Trepper zwar. „Aber damit müssten wir uns auch wieder um die Maßnahmen zum Erhalt und den Renovierungsbedarf kümmern. Wir können kurzfristig nicht beantworten, wie hoch die Kosten dafür wären.“

Dezernent Horst Müller-Baß befürchtet eine Verzögerung des weiteren Verfahrens. Denn über einen möglichen Kauf müssten Haupt- und Finanzausschuss und Rat entscheiden. „Außerdem hat ZGL eine Prioritätenliste und wir wissen nicht, was die Kollegen bereits in der Pipeline haben und wie deren Zeitschiene ist“, so Müller-Baß.

„Keine weitere Baustelle“

Auch Gabriele Schimanski (Bündnisgrüne) sieht dringenden Handlungsbedarf: „Wir müssen zu Potte kommen, uns fehlen Kita-Plätze, sonst droht uns, dass die ganze Anlage stillgelegt wird.“ Ähnlich sah es auch Kunibert Kampmann (GFL): „Wir haben mehrere neue Kitas, deren Realisierung sich relativ lang hinzieht. Eine weitere Baustelle zu schaffen, halte ich nicht für sinnvoll.“

Am Ende entschieden sich sieben Ausschuss-Mitglieder dafür, die Kosten für die externe Planung zu übernehmen, fünf enthielten sich.

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