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"Aus" für Gemeindehaus

NIEDERADEN Die Tage des Gemeindehauses Niederaden sind gezählt. Anfang Januar soll das Gebäude geräumt werden. „Das ist schon mit Wehmut verbunden“, bekennt Pfarrer Wolfgang Möller.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 20.11.2007
"Aus" für Gemeindehaus

Pfarrer Wolfgang Möller.

Schließlich gibt es viele Gemeindeglieder, die eine besondere persönliche Bindung zu dem Haus haben, weil sie dort schon zur Schule gegangen sind. Auch für Möller persönlich, der 1980 die Pfarrstelle in Niederaden antrat und somit der erste und letzte Pfarrer in Niederaden ist, sei die Schließung ein Einschnitt. Viel Zeit seines Wirkens war eng mit dem Gemeindehaus als Treffpunkt der Gruppen verbunden. „Das war das Haus, in das alle kommen konnten.“

Gottesdienst

Am 30. Dezember wird es einen offiziellen Entwidmungsgottesdienst geben, „danach ist das Gemeindehaus keine Gottesdienststätte mehr“, erklärt Möller. Abendmahlgeräte und Wandkreuz werden mitgenommen. An dem Tag rechnet Möller mit vielen Besuchern. Vielleicht werden sogar zwei Räume gebraucht. Für die Unterbringung der Gemeindegruppen ist längst gesorgt.

Bleibe in der "Arche"

Die Frauenhilfe und der Seniorenkreis finden vorläufig eine Bleibe in der Kindertageseinrichtung „Zur Arche“. Der Frühstückstreff geht nach Horstmar, die Bauchtanzgruppe löst sich auf. Ab 1. Januar finden dann alle Gottesdienste in der Horstmarer Christuskirche statt. Um auch nach außen deutlich zu machen, dass etwas Neues beginnt, findet am 6. Januar in Horstmar für die Niederadener ein Begrüßungsgottesdienst statt. „Er heißt alle herzlich willkommen“, sagt Pfarrer Winfried Moselewski.

Zukunft ungewiss

Die Zukunft des Gemeindehauses Niederaden ist zurzeit noch ungewiss. Es soll vermarktet werden, einige Interessenten sind da, allerdings ist der Verkauf noch nicht perfekt. Weil sich auch das Pfarrhaus auf dem Gemeindegrundstück befindet, betreffen die Veränderungen Pfarrer Wolfgang Möller ganz direkt. Er zieht Anfang Dezember in eine neue Bleibe und bleibt doch in der Nähe: Das neue Domizil ist nur 300 Meter entfernt.

Sammeltaxi

Für die Gemeindeglieder ist der Weg nach Horstmar weiter. Etwa 2,5 Kilometer liegen zwischen den beiden Gemeindehäusern. Für manch Ältere ist das zu Fuß nicht mehr zu bewältigen. Daher hat die Gemeinde mit einem Unternehmen ein Sammeltaxi mit zwei Anlaufstellen in Niederaden und einer in Beckinghausen vereinbart. Ab Januar können sich Interessierte dann melden. Das Gemeindehaus soll bis Anfang Januar leer geräumt werden. Das Mobiliar wird sortiert. Für die Orgel gibt es sogar schon eine Anfrage aus Schottland. 

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