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Feuerwehr fährt 45 Sturmeinsätze: Zwei Bäume an Moltkestraße von Fachfirma abgetragen

Stürmisches Wochenende

Das stürmische Wochenende hat bis Sonntag (10.3.) gegen 20 Uhr für 45 Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Der Krisenstab tagte. Züge zwischen Dortmund und Lünen fuhren zeitweise nicht.

Lünen

, 10.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Feuerwehr fährt 45 Sturmeinsätze: Zwei Bäume an Moltkestraße von Fachfirma abgetragen

Der Sturm holte Dachpfannen vom Szenelokal "Greif". Verletzt wurde niemand. Inzwischen hat eine Dachdeckerfirma Sicherungsarbeiten geleistet. © Bob Michaels

Vor kräftigen Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern wurde bis Sonntagabend gewarnt. Problematisch war es an der Moltkestraße, wo am Sonntag zwei sehr hohe Bäume akut gefährdet waren. Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei entschieden sich dafür, die Straße ab 17 Uhr zu sperren. „Eine Fachfirma ist vor Ort und trägt die Bäume ab, die auf die Straße zu fallen drohten“, so Roland Rosenberger von der Lüner Feuerwehr. Die Wehr unterstützte den Einsatz mit Licht.

„Langsam wird es in Lünen in Sachen Sturm ruhiger“, so Rosenberger kurz vor 20 Uhr. Um umgestürzte Bäume an vielen Stellen im Stadtgebiet, herabfallende Dachpfannen und umherfliegende Teile musste sich die Feuerwehr am Wochenende kümmern. Es gab keine Verletzten, erklärte Stephan Dörnbrack, stellvertretender Leiter der Lüner Feuerwehr.

Keine Züge mehr bis Betriebsschluss

Wegen des Sturmes fielen seit dem Nachmittag auch die Züge sowohl der Deutschen Bahn als auch der Eurobahn von Lünen nach Dortmund, Münster und in Richtung Westmünsterland aus. Laut Angaben auf der Website der Bahn werden bis Betriebsschluss am Sonntag keine Regionalzüge in ganz NRW mehr fahren.

150 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Einsätze konzentrierten sich am Sonntag zunächst auf den Lüner Norden, Brambauer und Lünen-Mitte. Später jedoch war das gesamte Stadtgebiet betroffen. Alle 150 Feuerwehrleute waren gefordert.

Feuerwehr fährt 45 Sturmeinsätze: Zwei Bäume an Moltkestraße von Fachfirma abgetragen

Ein Bauzaun in der Fußgängerzone ist umgekippt. © Magdalene Quiring-Lategahn

Tief Dragi kam am Samstag

Schon am Samstag (9.3.) hatte die Feuerwehr viel zu tun. Zwischen 16 und 18 Uhr tobte Tief Dragi am Samstag über Lünen, kam mit Hagel, Sturm und Gewitter in die Lippestadt.

Ein Baum lag auf dem Gehweg an der Wehrenboldstraße, je einer auf den Fahrbahnen der Niederadener Straße und der Mengeder Straße und noch ein Baum auf dem Gehweg an der Lutherstraße. Roland Rosenberger von der Lüner Feuerwehr: „Wir haben die Bäume klein gesägt und beiseite geräumt. Die Mitarbeiter von Stadtgrün werden dann alles aufräumen.“

Wegen „Dachschadens“ vorübergehend geschlossen

Über soziale Medien informierte das Team des „Greif“ an der Münsterstraße seine Besucher - in gewohnt humorvoller Art am Samstag: „Da wir (wieder einmal) einen Dachschaden haben und es leider nicht ausgeschlossen werden kann, dass noch weitere lose Ziegel oder Teile des Dachs herunterfallen - und uns das Wohlergehen unserer Gäste echt wichtig ist - wird Das Greif heute nach Absprache mit der Feuerwehr geschlossen bleiben.“ Die Dachziegel hatten sich, so Rosenberger, direkt über dem Eingang gelöst und waren auf die Straße gefallen. Nachdem ein Dachdecker im Notdienst tätig war, kann das „Greif“ am Sonntag (10.3.) wieder wie gewohnt öffnen.

Trampolin flog auf Garage

Ein Trampolin beförderte der Sturm aus dem Garten auf eine Garage an der Ricarda-Huch-Straße. Lose Teile wurden der Feuerwehr von der Jägerstraße gemeldet. Zum Glück gab es bei dem Sturm keine Verletzten.

Ungewohnter Geruch

Bürger aus Lünen-Süd hatten am Samstag (9.3.) einen ungewohnten Geruch wahrgenommen. Es gibt die Vermutung, dass er durch den Sturm aus Gelsenkirchen nach Lünen getragen wurde. Dort war das Werk Scholven der Ruhroel-Raffinierie durch allgemeinen Stromausfall in den Notfallbetrieb gegangen. Gase wurden kontrolliert über das Fackelsystem abgegeben, wie ein Sprecher bestätigte. Messungen hätten ergeben, dass keine Gesundheitsgefährdung bestanden hätte.Vorsicht ist auch am Sonntag (10.3.) geboten. Sturmtief Eberhard soll über Lünen eintreffen.

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