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Ehrfurcht vor dem Leben

LÜNEN Horst Mahlkemper, Präsident des Schützenvereins von 1332, bezeichnete den Volkstrauertag heute während der Gedenkfeier im Rathaus als einen Tag, der an Trauer und Schmerz erinnert.

von Von Bettina Voß

, 18.11.2007
Ehrfurcht vor dem Leben

Abordnungen von Marinekameradschaft, Schützenverein und Feuerwehr gestalteten den Volkstrauertag im Rathaus.

Schmerz und Trauer, so Mahlkemper, seien in der „Fun-Gesellschaft“ Fremdkörper. Doch eine Gesellschaft werde auch danach bewertet, wie sie mit Schmerz und Trauer umgeht.

Verzweiflung der Angehörigen

Der „stolzen Trauer für Heimat und Vaterland“ stellte der Schützen-Präsident in starken Bildern die Verzweiflung der Angehörigen gegenüber, die Abschied genommen hatten von ihren Lieben und jeden Tag auf Nachricht und Rückkehr gewartet haben. Und 60 Millionen Mal haben Schmerz und Trauer die Oberhand gewonnen: „Denn sie kamen nicht zurück.“

Gegen Abtreibung

Die Ehrfurcht vor dem Leben, so Mahlkemper, müsse den Alltag der Menschen und ihr Miteinander bestimmen. Und er fügte hinzu („ich darf hier auch mal ganz persönlich sein“), dass dazu für ihn auch die „Ehrfurcht vor dem werdenden Leben“ gehöre und sprach sich gegen Abtreibungen „in unserem reichen Land“ aus.

Kranzniederlegung

Die Gedenkfeier fand auf Entscheidung des Organisations-Komitees zum zweiten Mal im Rathaussaal statt, die Kranzniederlegung wurde vor dem Saal vorgenommen. Im Namen der Organisatoren begrüßte Friedhelm Mennicken die Teilnehmer, darunter große Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, des Schützenvereins und der Marinekameradschaft.

        Musikalische Gestaltung

Für die musikalische Gestaltung sorgten Marita Pechr und Susanne Schrader mit Gitarren-, Querflötenmusik und Gesang sowie Horst Störmer, der ein Lied von Reinhard Mey vorstellte. Mit der Nationalhymne ging die Gedenkfeier zu Ende.

1919 eingeführt

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. 1934 bestimmten die nationalsozialistischen Machthaber den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und benannten ihn „Heldengedenktag“. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde der Volkstrauertag erneut vom Volksbund eingeführt und 1950 erstmals mit einer Feierstunde im Deutschen Bundestag begangen.

    

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