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Fast 1200 Eltern in Lünen nutzten Web-Kita

Stadt ist zufrieden

Das war offenbar eine erfolgreiche Premiere. Fast 1200 Eltern nutzten bislang die Möglichkeit, ihr Kind im Internet für Lüner Kitas anzumelden. Auch die Servicestelle hatte einiges zu tun.

Lünen

, 06.12.2018
Fast 1200 Eltern in Lünen nutzten Web-Kita

So sieht das neue Logo für das Kita-Online-Anmeldeverfahren aus. André Walter, stellvertretender Leiter der Abteilung Tagesbetreuung für Kinder, stellte es vor. © Magdalene Quiring-Lategahn

Kornelia Müller ist zufrieden und dankte ihrem Team in der Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses. Die Leiterin der Tagesbetreuung von Kindern bei der Stadt Lünen freut sich, das knapp 1200 Kinder über die Web-Kita im Internet angemeldet wurden. „In der Servicestelle im Rathaus wurden etwa 150 Personen beraten und betreut.“ Ihnen wurde gezeigt, wie sie ihr Kind im Internet anmelden können. Müller: „Es gab an der ein oder anderen Stelle Fragen zum System.“ Aber alles in allem sei alles sehr gut gelaufen: „Das hat man nicht so häufig, dass 1200 Bürger so problemlos bedient werden.“

Fast 1200 Eltern in Lünen nutzten Web-Kita

Neslihan Közen (l.) und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicestelle Webkita im Lüner Rathaus bieten noch bis Ende der Woche Informationen und Beratung für Eltern, die keinen Internetanschluss haben. © Stadt Lünen

Bis auf 60 Eltern haben von den Ratsuchenden alle eine Mail-Adresse, über die sie informiert werden, ob ihr Kind den gewünschten Kita-Platz bekommt. Die anderen werden schriftlich per Post informiert.

Bis zu fünf Kitas konnten Eltern angeben

Bis zu fünf Kitas konnten die Eltern bei ihrem Antrag angeben. Das war aber offenbar nicht allen Eltern klar, wie Ausschussmitglieder erfahren haben. Einige Eltern dachten, sie könnten nur eine Wahl-Kita im Netz angeben. „Bei früheren Anmeldungen hatten wir auch schon Eltern, die ihr Kind vorsichtshalber in acht oder zehn Kitas angemeldet hatten“, so Kornelia Müller.

Die Internet-Anmeldung lief nur in deutscher Sprache. Türkischsprachige Ratsuchende bekamen Hilfe in der Servicestelle, in der drei Mitarbeiter mit Migrationshintergrund den Eltern zur Seite standen.

Müller weiter: „Wir haben im Vorfeld überlegt, ob es auch möglich ist, die Web-Kita auch in anderen Sprachen anzubieten. Eine Option wäre Englisch gewesen. Der Anbieter sitzt in Frankfurt am Main. Wir sind dann zu der Überzeugung gekommen, Englisch hätte nichts geholfen und uns für die Lösung mit der Servicestelle entschieden.“

Sollte noch jemand kommen, der an Sprachproblemen scheitert, ist die Servicestelle im Rathaus noch bis Freitag, 7. Dezember, geöffnet. Infos auch per Mail: webkita@luenen.de

Längerer Vorlauf wäre nötig gewesen

Eine Web-Kita in mehreren Sprachen hätte auch einen längeren Vorlauf benötigt, erklärte Fachdezernent Ludger Trepper. „Es war richtig, sich darauf zu konzentrieren, die Kommunikationswege zu bedienen, also auch auf Facebook und Twitter über die Web-Kita zu informieren.“

Dass die Mehrsprachigkeit auch eine Frage des Preises ist, machte Jochen Schade-Homann, beim evangelischen Kirchenkreis Dortmund für die Kitas zuständig, deutlich. „Es müssten auch alle Dokumente rechtssicher übersetzt werden und es gibt wohl kaum Anbieter, der solche Programme zu entsprechenden Preisen anbietet.“

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