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Florian Schroeder kommt im Februar nach Lünen

Kabarett im Hilpert-Theater

"Entscheidet euch!" Das fordert Kabarettist Florian Schroeder in seinem neuen Programm, mit dem er im Februar auch in Lünen gastiert. Im Interview erklärt der 37-Jährige, warum die Lüner sich entscheiden sollten, Karten für den Auftritt zu kaufen, und warum es oft so schwer fällt, Entscheidungen zu treffen.

LÜNEN

, 02.02.2017
Florian Schroeder kommt im Februar nach Lünen

Kabarettist Florian Schroeder gastiert am 8. Februar im Hilpert-Theater.

Florian Schroeder gehört zur erfolgreichen jungen Garde der deutschen Kabarettisten. Am Mittwoch, 8. Februar, gastiert der 37-Jährige mit seinem Programm „Entscheidet Euch!“ um 20 Uhr im Hilpert-Theater. Über das Programm und seine Pläne sprach Redakteurin Beate Rottgardt mit Florian Schroeder am Telefon.

Warum sollten sich die Kabarett-Fans unbedingt dafür entscheiden, in Ihr neues Programm zu gehen? Weil sie dann schon die erste Entscheidung getroffen haben und den ersten Schritt hin zur fröhlichen Entscheidungsrunde gemacht haben. Am Ende geht man komplett verwirrt nach Hause, dann wacht man morgens auf und sagt: „Er hat recht.“ Es wird auf jeden Fall ein lustiger Abend, aber auch zum Nachdenken. Nur Quatsch machen wäre mir zu wenig.

Fällt es Ihnen eigentlich selbst leicht, sich zu entscheiden? Natürlich nicht. Ich ein Patient meiner selbst. Motto: „Wenn du etwas selbst nicht kannst, bring es anderen bei“. Wobei Sie bei mir zum Glück kein Coaching finden werden. Viele Optionen sind heute unsere Bibel geworden. Keiner will im Restaurant mehr mit nur zwei Gerichten abgespeist werden. Gleichzeitig sind wir durch die Wahlmöglichkeiten maßlos überlastet. Zumal wir von unseren genetischen Voraussetzungen her noch in der Steinzeit stecken. Und da gab es nur zwei Wahlmöglichkeiten – Angriff oder Flucht, ja oder nein.

Ihr Motto für die Zuschauer lautet „zuschauen, entspannen, nachdenken“. Wobei können Sie sich am besten entspannen? Wenn ich abends auf dem Sofa liege und Fernsehen schaue. Denn ich bin froh, wenn ich mich einfach nur berieseln lassen kann, weil ich ja sonst immer unterwegs oder anderweitig unter Strom bin.

Bei welcher Sendung entspannen Sie am besten? Ganz klar, bei meinem Freund Markus Lanz und seiner Talkshow. Da war ich auch schon mehrmals zu Gast. Schön, das von außen zu sehen.

Wie lange sind Sie mit dem aktuellen Programm auf Tour? Noch bis September und schon seit zwei Jahren. Aber natürlich wird das Programm ständig aktualisiert. Derzeit gibt es natürlich viel zu Trump, daran kommen Sie als Komiker nicht vorbei.

Mit welchen Kollegen würden Sie gern mal auf der Bühne stehen? Gerne mit einem der großen Amerikaner wie David Letterman oder Jimmy Fallon. Die haben einen ganz anderen Humor, einen ganz anderen Zugang.

Verraten Sie etwas über Ihre beruflichen Pläne? Ab September kommt mein neues Bühnenprogramm „Ausnahmezustand“. Die Recherche dazu läuft schon. Ab dem späten Frühjahr setze ich mich dann intensiv dran.

Parallel zu Ihrer Tournee? Ja. Dann brauch ich auch nicht mehr die Frage zu beantworten, was ich eigentlich tagsüber mache.

Und – was machen Sie so tagsüber? Fahren Sie mit dem Auto zu den Auftrittsorten? Nein, ich gehöre ja zu den Leuten, die gar keinen Führerschein haben. Und ich liebe es, mit der Bahn zu fahren. Deshalb werden Sie bei mir auch keinen einzigen Witz über die Deutsche Bahn finden oder übers Bahnfahren.

Was würden Sie jungen Leuten raten, die auch auf die Bühne streben? Sie sollten es einfach machen. Ich denke, das ist ein Beruf, der das digitale Zeitalter überleben wird. Ich beobachte sogar eine Gegenbewegung zur Digitalisierung. Live anzuschauen, was man aus dem Internet kennt, mal ins Theater zu gehen, das wird bleiben. Da spielt uns Bühnenkünstlern das Digitale sogar in die Karten.

Kartenverkauf
Karten für den Auftritt in Lünen gibt es im Kulturbüro, Hansesaal, Kurt-Schumacher-Straße 41, Tel. (02306) 1042299.

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