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Fonds für Flüchtlinge aufgestockt

LÜNEN Der Förderverein Flüchtlingsarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Lünen sieht nach der neuen Bleiberechtsregelung die Stadt auf dem richtigen Weg, dem Betreuungsdienst der Caritas für die Flüchtlinge einen Fonds von 15 000 Euro zur Verfügung zu stellen. „Diese Summe wird der Förderverein um 2000 Euro aufstocken“, teilte Pastor Volker Jeck vom Vorstand des Fördervereins heute mit.

von Von Ludwig Overmann

, 27.11.2007
Fonds für Flüchtlinge aufgestockt

Pfarrer Volker Jeck.

Das Geld für Pässe benötigen die Antragsteller als Voraussetzung, um hier ein Bleiberecht zu erhalten und aus dem unsicheren Duldungszustand herauszukommen. Das Problem: Die Dokumente sind bei der Flucht, die - zum Teil Jahre zurückliegt - im Heimatland zurückgeblieben. Jetzt besteht die Schwierigkeit, die Papiere zu beschaffen, für die die Behörden nicht bezahlbare Gebühren verlangen.

Durchschnittwert

Pastor Jeck nannte einen Durchschnittswert von 150 Euro, Thomas Brandt berichtete aber auch von Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro, die von Konsulaten erhoben würden. Der Fonds soll den Antragstellern auf Kreditbasis die Beschaffung der Pässe ermöglichen, jedoch hat der Förderverein Zweifel, ob das Geld von den Flüchtlingen zurückgezahlt werden kann.

Zunächst ein Bleiberecht

Dem zur Ausreise verpflichteten Flüchtlingen verleiht der Pass zunächst ein Bleiberecht, mit dem der Wunsch nach Aufnahme von Arbeit und insgesamt selbstständiger Versorgung idealer Weise folgen soll. Thomas Brandt gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der Verein zu seinem zehnjährigen Bestehen die Summe bereitstellen könne. Durch Aktionen und Spenden ist sie zusammen gekommen. Er sah die Unterstützung des Fonds als Zeichen, neue Mitglieder zu gewinnen, möglicherweise auch frühere wieder für ehrenamtliches Engagement zugunsten der Flüchtlinge zurückzuholen.

Bedauern

Der Verein bedauert, dass die Lüner Ausländerbehörde im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg mit 9,19 % an genehmigten Anträgen (bis Ende September 2007) hinter der Stadt Lippstadt auf dem vorletzten Platz der Genehmigungen steht. Spenden erbittet der Förderverein Flüchtlingsarbeit unter dem Stichwort „Passbeschaffung“ auf das Konto 130 880 bei der Sparkasse Lünen, BLZ 441 523 70; Kontakt: Pastor Volker Jeck, Tel. (0 23 06) 4 48 61.

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