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Fusion: Sparkasse wird von Chef aus Werne geleitet

Neuer Vorstandsvorsitzender

Die geplante Fusion der Sparkassen Lünen/Selm und Werne zum 1. Januar 2016 nimmt Formen an: "Sparkasse an der Lippe" wird der Name des fusionierten öffentlich-rechtlichen Geldinstitutes mit Sitz in Lünen lauten. Auch eine wichtige Personalentscheidung wurde jetzt getroffen.

LÜNEN

, 19.10.2015
Fusion: Sparkasse wird von Chef aus Werne geleitet

Regional, nah und mit Werne verbunden: So stellt sich die Stadtsparkasse Werne dar. Jetzt könnte bei einer Fusion der Hauptsitz ins größere Lünen verlegt werden.

Vorstandsvorsitzender nach der Fusion soll Wernes derzeitiger Sparkassenchef Thomas Lohmann werden. Dem dreiköpfigen Vorstand sollen außerdem Lünens Sparkassenvorstand Heiko Rautert als Stellvertreter Lohmanns und Wernes Sparkassenvorstand Martin Abdinghoff angehören.

So steht es unter § 8 der Verwaltungsvorlage der Stadt Lünen zur geplanten Fusion. Über die Vorlage soll der Haupt- und Finanzausschuss übermorgen beraten. Der Rat der Stadt Lünen soll sie dann am Donnerstag (29.) kommender Woche beschließen.

Wieso nicht Fischer?

Die Frage, warum der amtierende Vorstandsvorsitzender der kleineren Sparkasse Werne und nicht etwa Lünens Sparkassenchef Ulrich Fischer den Chefposten bei der „Sparkasse an der Lippe“ bekleiden soll oder wird, blieb am Montag unbeantwortet. Dazu wollten sich die Sparkassen auf Anfrage unserer Redaktion nicht äußern. Der am Dienstag offiziell aus dem Amt scheidende Bürgermeister Lünens, Hans Wilhelm Stodollick, wollte sich auch nicht zu den Personalien äußern: „Dazu sage ich nichts.“

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Wie aus der Fusionsvorlage weiter hervorgeht, soll die Fusion ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne gehen. Von Filialschließungen ist in der Vorlage keine Rede, die wurden jedoch bei früheren Pressekonferenzen zu dem Zusammenschluss der beiden Geldhäuser nicht ausgeschlossen.

Verteilung der Gewerbesteuer

Klar geregelt ist in der Vorlage die künftige Verteilung der Gewerbesteuer auf die Städte Lünen, Selm und Werne. Für die Jahre 2016 bis 2019 fließen 55,25 Prozent der Steuer an Lünen, 9,75 Prozent an Selm und 35 Prozent an Werne. Vom Jahr 2020 an erhalten Lünen und Selm mit 55,04 Prozent und 9,71 Prozent etwas weniger, und Werne mit 35,25 Prozent etwas mehr vom Gewerbesteuer-Kuchen.

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Vom Gewinn der „Sparkasse an der Lippe“ soll die Stadt Lünen für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 55,25 Prozent erhalten, Selm 9,75 Prozent und Werne 35 Prozent. Das ändert sich vom Jahr 2020 an wie folgt: Lünen erhält dann 55,04 Prozent, Selm 9,71 Prozent und Werne 35,25 Prozent.

Ziel: „Bessere Ergebnisse“

Die Fusions-Vorlage der Stadt Lünen begründet einmal mehr die Notwendigkeit des Zusammengehens der Sparkassen. Danach bleibe festzuhalten, heißt es, „dass eine fusionierte Sparkasse Lünen/Werne nennenswert bessere Ergebnisse erzielen kann, als dies additiv die Mittelfristplanung jedes einzelnen Hauses erkennen lässt“. Als Grund für diese Annahme wird das seit Jahren historisch niedrige Zinsniveau angeführt.  

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