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"Heideblümchenpark" in Gefahr

ALSTEDDE Ein Grünstreifen von 12×60 Metern stand heute im Mittelpunkt der Diskussion bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Heideblümchenpark“. Denn genau dieser Streifen, der den Abschluss des Südbereichs bildet, soll nach den neuesten Plänen der Verwaltung dem „Einkaufszentrum Alstedder Straße Nord“ weichen.

von Von Martina Niehaus

, 18.11.2007
"Heideblümchenpark" in Gefahr

Wolfgang Scheller, Gebietsleiter für Standortsicherung bei Edeka Rhein-Ruhr, erklärte den Mitgliedern des Fördervereins Heideblümchenpark die Pläne für den Parkplatzbau des Projekts "Alstedder Mitte".

Die Fläche wird zu 20 weiteren Parkplätzen umgebaut. Die Mitglieder zeigten sich empört darüber, dass nun doch ein Teil des Parks angetastet werden muss. „Wir müssen den Kunden ein funktionierendes Konzept bieten, da sind 100 Parkplätze das absolute Minimum“, argumentierte Wolfgang Scheller, Gebietsleiter für Standortsicherung der Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH. „Das sind Erfahrungswerte, glauben Sie mir.“

Kompromisslosigkeit

Ellen Hermann, Vorsitzende des Fördervereins, bedauerte die Kompromisslosigkeit der Edeka-Gesellschaft. Auf den Alternativvorschlag, es zunächst mit 80 Stellplätzen zu versuchen und die 20 weiteren Plätze auf dem Parkstreifen bei Bedarf nachzubauen, sei niemand eingegangen. Baudezernent Jürgen Evert riet, das Beste für den Stadtteil im Auge zu behalten. Das gemeinsame Einkaufszentrum, dessen Umsetzung lange „auf Messers Schneide“ gestanden habe, sei eine attraktive Einrichtung für die Bürger.

Öffentliche Grünfläche

Der verbleibende Park solle außerdem als öffentliche Grünfläche ausgewiesen und damit langfristig gesichert werden. Dieter Memmeler von der Abteilung Stadtgrün betonte, dass es eine optisch ansprechende Trennung und Gestaltung geben würde. Die Kastanien hinter dem Schlecker-Gebäude müssten gefällt werden, würden aber durch angemessene Hochstämme ersetzt. Auch Angestellte von Edeka nahmen an der Versammlung teil und äußerten ihren Unmut über die Bedenken des Fördervereins. „Euer Job hängt ja nicht da dran“, so eine Mitarbeiterin.

Ausschuss entscheidet am 27. November

Denn Scheller machte klar, dass die Investitionsentscheidung der Edeka am seidenen Faden hinge. „Wenn Sie diese Chance nicht wahrnehmen, wird es bleiben wie vorher.“ Die bestehende Edeka-Filiale müsste voraussichtlich schließen, wenn der Lidl auf der Südseite der Alstedder Straße gebaut würde. Der Ausschuss für Stadtentwicklung entscheidet am 27.11. über den Bebauungsplan.

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