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In den Sommerferien ist wieder Zeit für die Kinderstadt „Lünopoli“

Ferienaktion

Kinder an die Macht: In den ersten beiden Wochen der Sommerferien übernehmen Mädchen und Jungen in Lünopoli das Sagen - mit allen Rechten und Pflichten. Die Anmeldung startet im Februar.

Lünen

, 12.01.2019
In den Sommerferien ist wieder Zeit für die Kinderstadt „Lünopoli“

Die Streetworker (v.l.) Nils Veith (30), Julia Hoinka (25), Jakob Kus-Wolfkühler (35) und Ilka Sieber (28) freuen sich schon auf die Ferienaktion. © Storks

In diesem Jahr ist es wieder soweit: Die von der Stadt Lünen organisierte Kinderferienstadt „Lünopoli“ öffnet vom 14. bis 26. Juli, also in den ersten beiden Wochen der Sommerferien, ihre Tore.

Die Ferienaktion für Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren findet wie schon 2011 und 2013 am Förderzentrum Nord an der Moltkestraße 93 statt. Sechsjährige sind ebenfalls eingeladen, vorausgesetzt, sie haben die erste Schulklasse absolviert.

Streetworker geben alles

Verantwortlich für den 2005 ins Leben gerufenen und alle zwei Jahre stattfindenden Ferienspaß zeichnet das Streetworker-Team der Abteilung Jugendhilfe unter der Leitung von Thomas Stroscher. Am Donnerstag (10.) gab es von den Streetworkern erste Infos rund um die Aktion.

Wie Streetworker Jakob Kus-Wolfkühler (35) im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, „werden pro Woche 500 Mädchen und Jungen ihre eigene Stadt von der Verwaltung über Handwerksbetriebe bis hin zur Freizeitindustrie gestalten können“. Sie wählen einen Bürgermeister, bilden einen Stadtrat etc.

Hart verdiente Lünis

Um die Angebote und Produkte von Lünopoli nutzen zu können, müssen sich die Kinder erst ihr eigenes Geld, die „Lünis“, verdienen. Die können sie auf unterschiedlichste Art und Weise ausgeben oder aber auch in eigene Geschäftsideen investieren. „Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, sagte Streetworkerin Ilka Sieber (28) – und dass auch Kinder mit Behinderungen „recht herzlich eingeladen“ sind, an der Veranstaltung teilzunehmen. Bei Interesse sollten sich Eltern vorab mit dem Team in Verbindung setzen, um, wenn nötig, notwendige Absprachen zu treffen.

Finanzielle Hilfen

Neben Snacks und verschiedenen leckeren Gerichten, die in Lünopoli-Betrieben von den Kindern selbst hergestellt werden und für die von den Kindern mit Lünis bezahlt werden muss, ist im Teilnahmebeitrag von 60 Euro eine Mittagsmahlzeit sowie die durchgehende Versorgung mit Trinkwasser enthalten. Weitere Kosten entstehen den Teilnehmern keine. Kinder aus einkommensschwachen Haushalten bleiben nicht außen vor. Betroffenen stehen, wie es hieß, Leistungen für Bildung und Teilhabe zu. Entsprechende Formulare hält die Abteilung Jugendhilfe vor. Womit wir bei der Anmeldung wären. Die soll den Angaben zufolge im Februar anlaufen und sich dann bis zum Sommer, auch in den Stadtteilen, hinziehen. Wie in den Vorjahren wird auch eine Anmeldung übers Internet möglich sein.

Sponsoren erwünscht

Weil es den personalintensiven Ferienspaß nicht umsonst gibt, laut Jugendhilfe-Chef Thomas Stroscher liegen die Kosten dafür zwischen 50.000 und 60.000 Euro, „freuen wir uns über jeden Sponsor“. Regelmäßig unterstützt werde das Projekt von der Sparkasse über den Verein Kinderfreundliches Lünen, sagte Stroscher weiter. Um die Kinder kümmern sich, jeweils von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, etwa 20 hauptamtliche und 50 Honorarkräfte.

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