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Lünerin vertreibt brutalen Angreifer mit Pfefferspray

Sexuelle Nötigung

Das Pfefferspray in ihrer Jackentasche hat eine junge Frau am Montagabend möglicherweise vor einer Vergewaltigung bewahrt. Ein unbekannter Täter hatte die Lünerin überfallen, geschlagen und ihr die Kleider vom Körper gerissen. Erst als sie ihm geistesgegenwärtig den Reizstoff in die Augen sprühte, ließ der Mann von ihr ab. Für das Opfer war der brutale Überfall mitten in einem Wohngebiet dennoch dramatisch.

LÜNEN

, 10.02.2015

Die 34-Jährige aus Lünen war am Montagabend um 18 Uhr auf dem Hebbelweg unterwegs, als der Täter sie plötzlich auf einen unbeleuchteten Fußweg schubste. Der Mann ging dabei äußerst brutal vor, er schlug sein auf dem Boden liegendes Opfer und riss ihr die Kleidung vom Körper. Zwischenzeitlich durchsuchte der Täter, der sich mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert hatte, auch die Handtasche der Lünerin. 

"Trotz ihrer hilflosen Lage", so beschreibt es eine Sprecherin der Dortmunder Polizei, konnte das Opfer eine Pfefferspray-Flasche aus der Jackentasche ziehen und sich damit gegen ihren Angreifer zur Wehr setzen. Der Mann flüchtete ohne Beute.

Eine Art Schockstarre?

Nach dem dramatischen Übergriff hockte die 34-Jährige laut Polizei noch eine knappe halbe Stunde im Gebüsch, bis eine Zeugin die "völlig aufgelöste" Frau fand und Hilfe rief. Ob das Opfer aufgrund des schlimmen Erlebnisses in eine Art Schockstarre verfallen ist und daher nicht selbst um Hilfe rief, ist unklar.

Der Überfall ereignete sich in einem Wohngebiet. Die Ermittler suchen jetzt nach dem Täter, der etwa 1,80 Meter groß ist. Er trug zum Zeitpunkt des Überfalls Turnschuhe, schwarze Handschuhe und die oben genannte Sturmhaube. Möglicherweise waren die Augen des Täters durch den Pfefferspray-Einsatz auch noch Stunden nach dem Überfall gerötet. Hinweise an Telefon (0231) 1327441.

Die Polizeisprecherin rät dazu, in ähnlichen Gefahrsituationen möglichst laut um Hilfe zu schreien. Den Einsatz von Waffen wie Pfefferspray empfiehlt die Polizei nicht grundsätzlich. "In diesem konkreten Fall war es offenbar eine große Hilfe", fügte die Sprecherin hinzu.

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