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Migranten testen Deutsch-Test

LÜNEN „Reichen meine Sprachkenntnisse aus, um das Zertifikat Deutsch zu erhalten?“ Sieben Migranten, vorwiegend aus der Türkei, testeten Donnerstag ihre Deutschkenntnisse.

von Von Volker Beuckelmann

, 02.11.2007
Migranten testen Deutsch-Test

Zulfiqar Malik-Gndia (l.) stammt aus Pakistan und lebt seit 1989 in Deutschland. Er testete den Sprachtest.

Rund drei Stunden unterzogen sie sich in der Volkshochschule (VHS) einer kostenlosen Probe-Prüfung, um zu erfahren, ob sie das Europäische Sprachenzertifikat in der „Stufe B 1“ bestehen würden.  Die gute Nachricht vorab: „Alle Teilnehmer hätten den schriftlichen Teil des Tests bestanden mit Ausnahme eines Teilnehmers, der die Aufgabe beim Brief-Schreiben falsch verstanden hat“, so der VHS-Lehrer Christian Schmidt.

Grundlage für Einbürgerung

Das Zertifikat „B1“ ist seit dem 1. April 2007 eine der Grundlagen für eine Einbürgerung und bestätigt, dass sich Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Alltag und in wichtigen Lebenssituationen mündlich und schriftlich „ausreichend“ verständigen können. „Viele haben Angst davor: Oh Gott, ich muss einen Brief schreiben. Geht aber“, so Christian Schmidt.

Mündliche Prüfung ist kein Verhör

 Er erklärt: „Von den Fortgeschrittenen schaffen cirka 75 Prozent den Test. Wenn man es trainiert, können es viele schaffen.“ Das Zertifikat beinhaltet eine schriftliche Prüfung, die das Lese- und Hörverstehen, Sprechbausteine sowie den schriftlichen Ausdruck beinhaltet. Am Ende steht eine 15-minütige mündliche Prüfung, die kein Verhör, sondern ein lebendiges Gespräch sein sollte.

"Der Test hat es in sich"

„Der Test hat es in sich“, resümierte Gabriele Hilker, Mitarbeiterin der Einbürgerungsbehörde, zuständig für den Kreis Unna. Sie besuchte die VHS, um sich über den Test zu informieren, den es schon längere Zeit gibt, für die Behörden aber „Neuland“ bedeutet. Gabriele Hilker: „Wir warten sehnlichst auf die Anwendungsvorschriften, die uns von der Bezirksregierung Arnsberg gegeben werden sollen.“

      

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