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Schlafplätze für Teens ohne Zuhause

Wellenbrecher

Jugendliche von 13 bis 16 Jahren, die nicht mehr zuhause leben können oder wollen, sind ab 1. Dezember in der „Koje“ willkommen. Träger des Projekts ist der Jugendhilfeverein „Wellenbrecher“, der seit langem mit der Jugendhilfe zusammenarbeitet.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 21.11.2011
Schlafplätze für Teens ohne Zuhause

In diesem Haus an der Borker Straße finden ab 1. Dezember Jugendliche einen Schlafplatz, Mahlzeiten und auf Wunsch auch Gesprächspartner. Foto Rottgardt

Derzeit regieren noch die Handwerker in den beiden Etagen an der Borker Straße. Die Zimmer werden tapeziert, gestrichen und mit Betten und Tischen eingerichtet. „Es soll kein zweites Zuhause werden, aber die Jugendlichen sollen sich hier wohlfühlen“, so Tatjana Jendrzejewski, Geschäftsführerin von „Wellenbrecher“. Die Mädels bekommen oben ihre Zimmer, die Jungs eine Etage tiefer. „Es werden keine externen Jugendlichen hier übernachten, sondern solche, die uns das Jugendamt schickt“, erklärt Koordinator Peter Bollmann. Neben den Schlafräumen erwartet die Jugendlichen ein warmes Essen, ein Frühstück und die Betreuung durch zwei Nachtwachen, die von 9 bis 7 Uhr im Einsatz sind und dann an den Tagesdienst übergeben, der auch fürs Frühstück sorgt. Spätestens um 10 Uhr müssen die Jugendlichen spätestens die „Koje“ verlassen.

„Durch unsere Vernetzung wollen wir den Kontakt zu weiterführenden Institutionen herstellen, wenn die Jugendlichen gesprächsbereit sind“, erläutert Bollmann. Der Bedarf für so eine Einrichtung sei in Lünen vorhanden. Insgesamt stehen sechs Schlafplätze zur Verfügung, natürlich etagenweise getrennt nach Mädchen und Jungen. Die Einrichtung und die Renovierung zahlt der Träger. „Wir würden uns über Spenden freuen“, so Tatjana Jendrzejewski. Damit die Räume für die Jugendlichen ansprechend eingerichtet werden können. Die Möbel hat man im Internet ersteigert. Jetzt sind die Mitarbeiter von „Wellenbrecher“ gespannt, wie das Angebot bei den Betroffenen ankommt.

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