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Stadt macht aus fertigem Nordtunnel die Straße „Am Preußenbahnhof“

Offizielle Einweihung

Für die Stadt ist das millionenschwere Bauprojekt Nordtunnel bis auf kleine Restarbeiten erledigt. Deshalb fand am Freitag die offizielle Einweihung statt. Ohne Anlieger und Schnick-Schnack.

Lünen

, 11.01.2019
Stadt macht aus fertigem Nordtunnel die Straße „Am Preußenbahnhof“

Bei der offiziellen Einweihung wurde aus dem Nordtunnel die Straße „Am Preußenbahnhof“. Das Straßenschild halten (v.l.) Arnold Reeker (Technischer Beigeordneter), Martin Püschel (SPD-Ratsherr) und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. © Goldstein

Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit und ohne großes Tamtam wurde Freitagvormittag (11. Januar) der millionenschwere Nordtunnel in Lünen-Süd höchst offiziell in Betrieb genommen. Der Verkehr fließt schon seit September 2018.

Die Eröffnungsrede im Nieselregen vor der zahlenmäßig überschaubaren Gästeschar auf dem Parkplatz am Preußenbahnhof hielt Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Unter den 25 Zuhörern waren Vertreter der Verwaltung, der Ratsfraktionen, der Deutschen Bahn, den Baufirmen und Planungsbüros.

Stadt macht aus fertigem Nordtunnel die Straße „Am Preußenbahnhof“

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hielt bei der Einweihung des Nordtunnels eine kurze Rede. © Goldstein

Kleine-Frauns dankte im Namen der Stadt den Anliegern und der Bevölkerung, die, wie er sagte, „viele Einschränkungen hinnehmen musste, wie die Vollsperrung der Bebelstraße, die Einschränkung des Parkplatzangebotes am Bahnhof und die Belastung durch Staub und Lärm“.

Außerdem, wie sollte es auch anders sein, bedankte sich das Stadtoberhaupt bei den beteiligten Projektpartnern für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Das gelte speziell für die Deutsche Bahn, was nicht unbedingt immer eine Selbstverständlichkeit sei, sagte Kleine-Fraus weiter - und übergab das Mikro an Lünens Technischen Beigeordneten Arnold Reeker.

Größtes Verkehrsprojekt?

Reeker, seit Juli 2017 in Amt und Würden, sagte, dass es sich bei dem Bau des Nordtunnels vermutlich um das größte Verkehrsprojekt der vergangenen Jahre handele. Der Stadtrat und die Politik hätten Mut gehabt, so ein Projekt auf den Weg zu bringen.

Wie berichtet, stammt der ursprüngliche Beschluss aus 2004, als der Stadtentwicklungs-Ausschuss den Bebauungsplan verabschiedete. Über „Art und Umfang“ des 9 Millionen Euro teuren Projekts, das zu 65 Prozent (5,85 Millionen Euro) vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) bezuschusst wurde, stimmte der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung im Jahr 2012 ab.

Vollanschluss A2 im Blick

Anlass war der geplante Autobahn-Vollanschluss der A 2 in Lünen-Süd, durch den die Stadt mit mehr Verkehr rechnet. Dazu sagte Reeker am Freitag: „Wir werden genau beobachten, wie sich der Verkehrsfluss nach Fertigstellung des Vollanschlusses 2019/20 entwickelt und wie viel Verkehr dadurch angezogen wird.“

So wie Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns dankte Reeker allen Beteiligten für ihre Arbeit und vor allem dafür, dass der Bauzeitplan eingehalten wurde. Nach acht Jahren der Planung ging es Anfang 2016 los, Ende 2018 war der Nordtunnel fertig - „bis auf einige abschließende Arbeiten“ (Reeker). Dazu zählten einige Bepflanzungen, Markierungen und Straßen-Schilder. Eines davon ist seit Freitag allerdings schon da.

Straße durch Tunnel heißt „Am Preußenbahnhof“

Zum Abschluss des offiziellen Einweihungstermins überreichte Hendrik Lütke Brintrup (Straßenbau) Kleine-Frauns und Reeker das Straßenschild „Am Preußenbahnhof“. Damit ist zumindest für die Verwaltung der „Projektname Nordtunnel“ (Reeker) seit Freitag höchst offiziell Geschichte.

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