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Umbenennung des Hansesaals gefordert

Absage Hansetag 2019

Es wird 2019 keinen Hansetag in Lünen geben. Das zeichnete sich schon vor der Ratssitzung am Donnerstag ab. Doch die Diskussion wurde am Donnerstag heftig geführt bis hin zu der Forderung, nun auch den Hansesaal umzubenennen.

LÜNEN

von Von Britta Linnhoff

, 06.07.2012
Umbenennung des Hansesaals gefordert

Das Hansetuch hat seinen Platz im Hansesaal.

Lange haben die politisch Verantwortlichen gezögert, diesen Schritt zu gehen, aber der finanzielle Druck sei einfach nicht von der Hand zu weisen. SPD- und CDU-Fraktion hatten gemeinsam den Antrag gestellt, von der Ausrichtung der Hansetage 2019 endgültig Abstand zu nehmen.  

Der lange Entscheidungsprozess zeige, dass es keine einfache Entscheidung gewesen sei, so

(SPD). Es gebe durchaus Gründe für die Ausrichtung, aber eben auch vieles, was dagegen spreche: der extrem hohe Organisationsaufwand, der finanzielle Kraftakt. Auch könne er keine nachhaltige Entwicklung erkennen, die Veranstaltung sei „eher nicht geeignet, ein Wir-Gefühl“ zu erzeugen. Und Fraktionskollege

ergänzte: „Ich habe einfach Angst davor, dass uns diese Ausgaben um die Ohren gehauen werden, wenn irgendwelche Kürzungen anstehen.“  

(CDU) sagte, er halte es zwar für richtig, auch in schwierigen Zeiten Leuchtturmprojekte heraus zu greifen, aber nur, wenn alle Kräfte dahinter stehen, nur dann sei so etwas zu schultern. Gegen den Antrag der beiden großen Fraktionen stimmte die FDP;

fand, die Absage sei ein „schmählicher Imageverlust für die Stadt“. Nicht einheitlich votierten die Grünen.

„Wir verpassen ein großes Kulturereignis, aber ich verstehe die Leute, die sagen, das geht aus finanziellen Gründen nicht.“ 

(GFL) vermisste eine Kostenkalkulation darüber, wie man das hätte stemmen können. Vielleicht hätten auch Veranstaltungen zusammen gelegt werden können. Die GFL enthielt sich.  

(Statt-Partei), der seinerzeit quasi im Alleingang den Hansetag nach Lünen holte, beantragte geheime Abstimmung und bei einer Absage den Austritt aus der Hanse und die Umbenennung des Hansesaals. Für eine geheime Abstimmung fand sich keine Mehrheit, seine Anträge wurden an den Fachausschuss überwiesen.

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