"Macheten-Mann" droht die Psychiatrie

Prozessauftakt

Zersplitterte Scheiben, Wut-Attacken mit dem Beil oder der Machete: Nach einer Serie von beängstigenden Gewaltausrastern steht ein psychisch kranker Wittener seit Montag in Bochum vor Gericht. Dem 31-Jährigen droht die Zwangseinweisung in die Psychiatrie.

WITTEN

von Von Werner von Braunschweig

, 09.12.2013, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein weiterer bedrohlicher Ausraster geht zurück auf den 23. Juni 2012. Damals soll der Beschuldigte im Vorbeigehen ein Spaziergänger-Paar auf dem Radweg "Rheinischer Esel" mit einer Machete attackiert und dabei eine Art Enthauptung simuliert haben. Das Paar geriet in Todesangst. Etwa 15 Zentimeter vor dem Kopf des Mannes soll der Beschuldigte die Schwingbewegung mit seiner Machete angehalten und dann einfach weiter gegangen sein. Außerdem soll der 31-Jährige bei einem Aufenthalt in einer Hattinger Psychiatrie-Klinik einen Pfleger mit den Worten bedroht haben: "Wir werden uns draußen schon sehen, ich bringe dich um!"

  Die Staatsanwaltschaft hält den 31-Jährigen für absolut unberechenbar. Der Beschuldigte, der an einer paranoiden Schizophrenie leidet, ist seit Mitte Juli bereits vorläufig in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht. Bereits seit 2004 war der Wittener immer mal wieder für mehrere Wochen in psychiatrischen Kliniken. Die Richter der 1. Strafkammer am Landgericht Bochum prüfen nun, ob der "Macheten-Mann" zum Schutz der Allgemeinheit auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie gehört. Eine klassische Bestrafung ist ausgeschlossen. Der Wittener gilt von vorneherein als absolut schuldunfähig. 

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