Mädchen (3) parkt Dreirad falsch und erhält Strafzettel – Polizei fordert kurioses Bußgeld

Polizei

Falschparker bekommen Strafzettel. Das gilt auch, wenn man erst drei Jahre alt und das Fahrzeug ein Dreirad ist. Ein kleines Mädchen musste diese Erfahrung nun mit der Polizei machen.

Bad Brückenau

26.08.2020, 15:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen eines falsch geparkten Dreirades erhielt ein Mädchen in Bayern einen Bußgeldbescheid der besonderen Art (Symbolbild).

Wegen eines falsch geparkten Dreirades erhielt ein Mädchen in Bayern einen Bußgeldbescheid der besonderen Art (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Wer schon einmal ein Bußgeld wegen eines falsch geparkten Fahrzeugs bezahlen musste, weiß, dass man dafür nicht selten tief ins Porte­mon­naie greifen muss. Auch ein dreijähriges Mädchen aus dem bayrischen Bad Brückenau durfte bereits Bekanntschaft mit einem Strafzettel von der Polizei machen. Der Grund: Sie hatte ihr Dreirad mitten auf der Straße stehen lassen.

Beamte fanden das Gefährt des Mädchens mitten auf der Straße und ließen sich den Spaß nicht nehmen, der kleinen Falschparkerin einen Strafzettel auszustellen – inklusive einer ganz besonderen Portion Humor. Denn statt eines Bußgeldes forderten die Polizisten „eine Tüte Bonbons“ von dem Mini-Verkehrsrowdy.

Und tatsächlich: Das Mädchen erschien am vergangenen Wochenende mit seiner Familie auf der Wache, um die Schuld zu begleichen – in Form von Süßigkeiten. Wie der „Merkur“ berichtet, gab es zwischen der Familie und den Polizisten einen „ausgiebigen Plausch über Dreiräder, Kinder und zu Streichen aufgelegte Polizisten“.

„Erzieherischer Effekt“ durch Bonbon-Bußgeld

Bei allem Spaß sollte der nicht ganz ernst gemeinte Strafzettel jedoch auch einen pädagogischen Wert erhalten. Im Interview mit dem Bayrischen Rundfunk sagte Polizist Frederic Keller:

„Uns ging es da nicht darum, dass die Verwarnung bezahlt wird, sondern vielmehr um den erzieherischen Effekt“. Da das Dreirad nämlich keine Beleuchtung oder Reflektoren hatte und mitten auf der Straße stand, hätte es durchaus zu einer Gefahrenquelle werden können.

Ihr Dreirad lässt die Dreijährige in Zukunft vermutlich nicht mehr einfach auf der Straße stehen – ihre Familie wird jedoch noch lange Zeit über das kuriose „Bußgeld“ schmunzeln.

RND/liz