Mädchen stirbt bei mutmaßlichem Autorennen in NRW: Zwei 19-Jährige unter Mordverdacht

Kriminalität

Ein unbeteiligtes achtjähriges Mädchen stirbt Anfang August bei einem vermeintlichem Autorennen in Aachen. Jetzt werden zwei junge Männer in Untersuchungshaft genommen.

Aachen

21.08.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Folge eines eines mutmaßlichen Autorennens starb ein achtjähriges Mädchen in Aachen (Symbolbild).

In Folge eines eines mutmaßlichen Autorennens starb ein achtjähriges Mädchen in Aachen (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Nach einem mutmaßlichen Autorennen mit einem unbeteiligten getöteten Mädchen in Aachen sind zwei 19 Jahre alte Fahrer wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft gekommen. Die jungen Männer sollen Anfang August einen Unfall verursacht haben, bei dem in einem Auto ein acht Jahre altes Mädchen tödlich und zwei weitere Insassen schwer verletzt worden waren.

Die beiden 19-Jährigen hätten sich mittags entschlossen, ein Autorennen zu fahren, schilderte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. In der Linkskurve einer Landstraße hätten die hintereinander Fahrenden einen Wagen überholt. Während der erste rechts einscheren konnte, prallte der zweite auf der Gegenspur frontal gegen ein Auto.

Vorwurf: Mord und versuchter Mord in zwei Fällen

Dessen Fahrer habe nicht mehr ausweichen können, erklärten die Ermittler. Er und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt. Die Tochter der Frau starb im Krankenhaus. Den 19-Jährigen wird unter anderem Mord, versuchter Mord in zwei Fällen und Teilnahme an einem verbotenen Autorennen vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft Aachen teilte nun mit, dass zügig ermittelt werden soll. Unter anderem sollten Gutachten zum Unfallhergang eingeholt werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag.

Einer von ihnen wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Zur Aufklärung des Unfalls außerhalb einer geschlossenen Ortschaft hatte die Polizei Zeugen gebeten, sich zu melden. Laut Staatsanwaltschaft ist der 40-jährige Fahrer mittlerweile außer Lebensgefahr, seine Beifahrerin wird weiter schwer verletzt in einer Klinik behandelt.

dpa

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