„Männerhort“ ist Komödie auf Ballermann-Niveau

Neu im Kino

Was brauchen deutsche Männer wirklich? Nur Flipper, Flat-Screen, Fußball, Bier und Pizza - und Ruhe vor ihren Frauen! Und was braucht die deutsche Komödie? Auf jeden Fall mehr Niveau!

von Von Klaus-Peter Heß

, 03.10.2014, 15:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Männerhort“ ist Komödie auf Ballermann-Niveau

Szene aus der Komödie »Männerhort«.

 

Für Tiefschläge unter die Gürtellinie des Humors sorgen in "Männerhort Elyas M’Barek, Detlev Buck und Christoph Maria Herbst. In der Rollenverteilung auf den großen Jungen, den großen Lügner und das große Arschloch festgelegt. Zu dritt teilen sich der Programmierer Eroll, der Pilot Helmut sowie Lars, der Anbieter von mobilen Klos, einen riesigen Heizungskeller, in dem sie sich ihr Schutzgebiet eingerichtet haben - mit besagten Utensilien. Hier treffen sie sich heimlich, um ehepflichten- und manierenfrei abzuhängen und herumzualbern.

Partnerfluchten

Die Gründe ihrer regelmäßigen Partnerflucht erzählt die noch einigermaßen geratene Eröffnungssequenz: Eroll verzieht sich vor einer ebenso sexhungrigen wie shopping-versessenen Tussi;Helmut nimmt sich regelmäßig eine Auszeit von seinem Liebsten, um vorzutäuschen, dass er noch immer als Pilot tätig ist; und Lars, dessen Frau kurz vor der Niederkunft steht, nutzt die Auszeit unter Freunden, um als Swinger seine nächsten Dates mit Gleichgesinnten klarzumachen.

Gags auf Ballermann-Level und viel Futter im Trog der Klischees. Am Ende des Films, in dem die Figuren kaum Platz finden zwischen der Produktwerbung, ist er restlos geleert. Allein die Komik von Herbst, der hier den Stromberg unter falschem Namen gibt, mag unterhalten.

Flache Pointen

Das Gespann M'Barek und Cosma Shiva Hagen kann kaum punkten, dafür ist das schauspielerische Spektrum des "Fack ju Göhte"-Darstellers doch arg begrenzt und die ihm zugeschriebenen Pointen zu flach. Und Buck ist hier als Komödiant nicht der Rede wert.  

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