Mann (58) wirft Hündin in die Ruhr, um sie zu töten - Urteil

Prozess in Mülheim

Zwei Tage vor Silvester hat ein Mülheimer (58) den Hund seines Lebensgefährtens in die Ruhr geworfen. Vor Gericht gab er zu, den Hund töten zu wollen. Aus einem bestimmten Grund.

Mülheim

28.11.2019, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mann (58) wirft Hündin in die Ruhr, um sie zu töten - Urteil

Der 58-Jährige warf das Tier von der Schlossbrücke (l) in Mülheim an der Ruhr in den Fluss. © dpa

Ein 58-Jähriger, der in Mülheim eine Hündin in die Ruhr geworfen und damit getötet hat, ist zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Mülheim verurteilte ihn am Donnerstag wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Passanten versuchten, das Tier zu retten

Bei der Tat vor elf Monaten hatten Passanten noch versucht, die Hündin zu retten. Sie konnte von der Feuerwehr aber nur noch tot geborgen werden.

Der 58 Jahre alte Mann, der mittlerweile in Köln lebt, sei wegen der Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund verurteilt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Mülheim.

„Kein Geld für eine Einschläferung“

Es habe sich um die Hündin seines damaligen Lebensgefährten gehandelt. In der Verhandlung habe der Mann angegeben, dass die Hündin sehr krank gewesen sei und man das Geld für eine fachgerechte Einschläferung nicht gehabt habe.

Die Freiheitsstrafe sei wegen zahlreicher Vorstrafen ohne Bewährung verhängt worden, sagte der Sprecher weiter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa/kar

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