Mann soll behindertes Mädchen getötet haben

Anklage erhoben

Im November 2014 starb in Bochum ein erst zweijähriges Mädchen einen qualvollen Tod. Jetzt muss ihr Stiefvater vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Mordes erhoben. Ein Termin für den Prozess steht indes noch nicht fest.

BOCHUM

11.03.2015, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fall ist einfach unfassbar. Der Angeklagte – er war Hausmeister bei der Bochumer Polizei – soll das leicht behinderte Mädchen systematisch mit Insulin vergiftet und dann erstickt haben. Angeblich stand es den Auswanderungsplänen der Familie im Weg. Laut Anklage hat der 39-Jährige dem Kind tagelang heimlich Insulin gespritzt.

Als sich die Lippen blau verfärbten und die Mutter mit ihrer Tochter zum Arzt wollte, setzte er dem Mädchen angeblich eine Überdosis. Das war am Abend des 23. November 2014. Später soll er dem sterbenden Kind auch noch ein Kissen oder eine Hand auf den Mund gedrückt haben. Die Rechtsmediziner haben Zeichen stumpfer Gewalt am Kopf entdeckt.

Weiterer Mord geplant

Die Ermittler gehen davon aus, dass der angeblich hoch verschuldete Angeklagte nach Holland auswandern und dort unter anderem Namen einen Neuanfang beginnen wollte. Angeblich hatte er dafür sogar die Inszenierung seines eigenen Todes geplant. Wie es heißt, wollte er einen Arzt entführen, betäuben, im Auto verbrennen, dann aber seinen eigenen Personalausweis in der Nähe des Tatorts platzieren.

Seine Lebensgefährtin soll ihre Zusage, ebenfalls mit nach Holland zu kommen, jedoch in letzter Sekunde zurückgezogen haben, weil ihre Tochter in Bochum einen Platz in einer Frühfördereinrichtung erhalten hatte. Daraufhin soll der 39-Jährige beschlossen haben, das Mädchen zu töten. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.

 

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