Marbach fließt bald wieder natürlich

09.02.2011, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

BOCHUM. Der Bau des unterirdischen Abwasserkanals entlang des Marbachs schreitet zügig voran. Der dritte von fünf Bauabschnitten nähert sich in diesen Tagen der Fertigstellung, den vierten Bereich nahe der Jahrhunderthalle nimmt die Emschergenossenschaft ebenfalls in Angriff. Bis Ende 2013 soll der Marbach-Kanal in seiner ganzen Länge "liegen", im Anschluss folgt die ökologische Verbesserung.

Den dritten Bauabschnitt begann die Emschergenossenschaft Ende 2009 im Bereich der Von-der-Recke-Straße und beendet ihn nun in der Straße Am Maarbach. Komplett unterirdisch wurden auf einer Länge von rund 800 Metern Rohre mit Durchmessern zwischen 2,60 und 2,80 Metern vorgepresst.

Nahe der Jahrhunderthalle, an der Gahlenschen Straße, wird derzeit die Baugrube erstellt. Es handelt sich dabei um eine Doppelpressgrube, denn die Kanalrohre werden in zwei Richtungen vorgetrieben: nach Nordwest zur Anschlussstelle "Am Maarbach" sowie nach Süden ins Gewerbegebiet "Obere Stahlindustrie" hinein. 2,4 Kilometer Kanal (Durchmesser: 2,80 Meter) werden in diesem vierten und vorletzten Bauabschnitt bis Ende 2012 gelegt.

Letzter Abschnitt

Parallel wird die Emschergenossenschaft bereits Ende 2011 den fünften und letzten Abschnitt des Abwasserkanals Marbach beginnen: 1,2 Kilometer lang geht es vom Stahlhauser Gewerbegebiet weiter nach Süden zur Anschlussstelle Hattinger Straße, wo der neue Kanal (Durchmesser zwischen 2,2 und 3 Meter) an die städtischen Verbindungen angeschlossen wird. Der Bau des neuen unterirdischen Abwasserkanals entlang des Marbachs ist die Grundvoraussetzung für dessen spätere "Renaturierung". Bevor das Gewässer im Rahmen des Umbaus des gesamten Emscher-Systems naturnah umgestaltet werden kann, erhält es ein unter der Oberfläche liegendes Pendant, durch das die Abwässer zur Kläranlage abgeleitet werden. Der Bach ist damit abwasserfrei und kann renaturiert werden.