Marcel Sieberg erneut der Beste

Zweiter Sieg beim Giro

Der Sieg beim SparkassenGiro scheint zu einer internen Angelegenheit zwischen den Lotto-Belisol-Teamkollegen Marcel Sieberg und Andre Greipel zu werden. Nach Sieberg (2012) und Greipel (2013) trug sich am Sonntag erneut der Castrop-Rauxeler Sieberg in die mittlerweile 16 Namen umfassende Siegerliste ein.

BOCHUM

von Martin Jagusch

, 03.08.2014, 19:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marcel Sieberg erneut der Beste

Top-Sprinter Andre Greipel (weißes Trikot) ließ seinem Teamkollegen den Vortritt und wurde Vierter auf dem City-Rundkurs.

Schon früh fiel eine Vorentscheidung. Eine 14-köpfige Spitzengruppe um Sieberg, Roger Kluge und Greipel setzte sich auf dem 1,6 Kilometer langen Rundkurs durch die Bochumer Innenstadt vom Hauptfeld ab, hatte das Peleton nach 36 Runden eingeholt und konnte einen Rundengewinn verbuchen.

Kurze Verschnaufpause

Nach einer kurzen Verschnaufpause ergriff dann erneut Marcel Sieberg die Initiative und setzte sich gemeinsam mit Roger Kluge (Team IAM Cycling) und Benjamin Sydlik (Nutrixxion Abus) entscheidend ab. Drei Runden vor Schluss fasste sich Sieberg dann erneut ein Herz und ließ mit einem couragierten Antritt Kluge und Sydlik zurück. "Der Angriff kam vielleicht eine Runde zu früh. Die letzte Runde tat dann sehr weh", beschrieb Marcel Sieberg seine letzten 1,6 Kilometer. Roger Kluge holte Meter um Meter auf, für einen ernsthaften Angriff auf Sieberg reichte es aber nicht mehr. Benjamin Sydlik fuhr auf den dritten Rang. Den Spurt der Verfolgergruppe gewann Andre Greipel, der damit Platz vier belegte. Vom zweiten Sprinterstar der Tour de France, dem Norweger Alexander Kristoff, war im Rennverlauf kaum etwas zu sehen. Dennoch konnte sich auch Kristoff noch einmal präsentieren. Den Sprint des Hauptfeldes, das fünf Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen wurde, gewann Kristoff überlegen.

Vorfreude auf 2015

Für Roger Kluge, der sich neben seinem zweiten Gesamtplatz auch das Sprinttrikot des Autohauses Wicke sicherte, war das Rennen eine Runde zu kurz: "Zum Schluss bin ich noch einmal heran gekommen. Aber da war es schon zu spät. Im Vergleich zu meinem dritten Platz im Vorjahr habe ich mich gesteigert. Ich hoffe, dass ich jetzt 2015 noch einmal in Bochum ran darf."