Marien-Hospital investiert in neue Endoskopie-Abteilung

2,3 Millionen

2,3 Millionen Euro hat das Marien-Hospital in seine neue Endoskopieabteilung investiert. Für Untersuchungen, die vorher in zwei kleinen Räumen stattgefunden haben, stehen jetzt modernste Geräte auf 466 Quadratmetern zur Verfügung.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 23.09.2011, 07:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Untersuchungsräume der neuen Endoskopie sind mit modernsten Geräten ausgestattet, schwärmen (l.) Prof. Dr. Martin Bergbauer, Dr. Anne Koch, Dr. Ulrich Wilke und der Leitende Pfleger der Abteilung, Mahmut Dedic.

Die Untersuchungsräume der neuen Endoskopie sind mit modernsten Geräten ausgestattet, schwärmen (l.) Prof. Dr. Martin Bergbauer, Dr. Anne Koch, Dr. Ulrich Wilke und der Leitende Pfleger der Abteilung, Mahmut Dedic.

Nicht zuletzt durch das zertifizierte Darmzentrum ist die Anzahl der endoskopischen Untersuchungen im Marien-Hospital stark angestiegen. Das Krankenhaus behandelt jährlich rund 20 000 Patienten stationär und 35 000 ambulant. 362 Betten verteilen sich auf acht Abteilungen und eine Belegabteilung. Als nächstes Projekt wird das Krankenhaus, das zur St. Vinzenz-Gruppe Ruhr gehört, alle Stationen komplett sanieren. Beginn wird voraussichtlich in einem Jahr sein.

„Die neue Technik ist eine Erleichterung für Mediziner und Patienten“, sagt Ulrich Wilke, Leitender Oberarzt für Pneumologie. Der Lungenfacharzt muss sich die Untersuchungsräume nun nicht mehr mit der für Magen, Darm, Galle und Bauchspeicheldrüse zuständigen Gastroenterologie teilen. In der neuen Abteilung hat jeder seinen Bereich. Auch Wilke kann jetzt bei Bronchioskopien, den Lungenspiegelungen, ein spezielles Ultraschallgerät einsetzen. „Damit können wir gucken, was hinter den Wänden liegt. Vorher konnten wir tumorverdächtige Vorwölbungen nur von außen betrachten.“

Mit dem neuen Gerät kann auch gleich eine Gewebeprobe entnommen werden, die Klarheit bringt und schnell zur besten Therapie führen kann. „Früher mussten wir erst operieren, um so weit zu kommen“, schildert Wilke den großen Vorteil. Auch Tumore am Magen, der Speiseröhre und dem Zwölffingerdarm sind so schneller zu identifizieren. Gastroenterologin Dr. Anne Koch stellt die Vorzüge des neuen Kontrastmittelultraschalls heraus: „Die Gasbläschen im Kontrastmittel reichern sich im Tumorbereich so an, dass wir sie erkennen können. Auch die Leber könne man jetzt genauer untersuchen, betont die Oberärztin. Um beispielsweise Zirrhosen besser zu erkennen.

Auch Darmspiegelungen sollen mit der neuen Technik effektiver und besser verträglich sein. „Dabei können wir jetzt mit Kohlendioxid arbeiten statt mit der Raumluft“, beschreibt Chefarzt Bergbauer. Da habe der Patient anschließend nicht so viel Luft im Körper.

Nicht zuletzt durch das zertifizierte Darmzentrum ist die Anzahl der endoskopischen Untersuchungen im Marien-Hospital stark angestiegen. Das Krankenhaus behandelt jährlich rund 20 000 Patienten stationär und 35 000 ambulant. 362 Betten verteilen sich auf acht Abteilungen und eine Belegabteilung. Als nächstes Projekt wird das Krankenhaus, das zur St. Vinzenz-Gruppe Ruhr gehört, alle Stationen komplett sanieren. Beginn wird voraussichtlich in einem Jahr sein.