Marienkirche noch kein Probenort für Urbanatix

Projekt für RUHR.2010

BOCHUM Biker, Skater, Streetdancer - sie alle hätten sich gestern erstmals in der Marienkirche treffen sollen. Doch zu früh gefreut.

von von Angela Wiese

, 04.10.2009, 20:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Jan Dahlhaus (li.), Philipp Gerhardt und Carlo Mavrici probten vor der Jahrhunderthalle mit ihren Rädern.  <p></p></p>

<p>Jan Dahlhaus (li.), Philipp Gerhardt und Carlo Mavrici probten vor der Jahrhunderthalle mit ihren Rädern. <p></p></p>

Bis die Proben für Urbanatix, eines von Bochums Hauptprojekten für Ruhr2010 tatsächlich in den ehemals sakralen Räumen beginnen können, wird wohl noch etwas Zeit vergehen.

Kirche ist einverstanden "Die Grundsatzbereitschaft ist da", betonte gestern Propst Michael Ludwig. Sowohl der Kirchenvorstand als auch das Bistum sind über die Pläne informiert. Und auch die Stadt, die die Kirche ja kaufen und zu einem Kammermusiksaal umbauen will, befürwortet die Zwischennutzung.

Wegen der Haushaltssperre ist der Verkauf an die Stadt bisher nicht perfekt. Bis Mai, wenn Urbanatix seine Show präsentieren wird, ist deshalb nicht mit dem Beginn des Umbaus zu rechnen. Bevor die Jugendlichen einziehen, müssen jetzt noch einige juristische Fragen aber auch praktische Dinge wie ein Wasseranschluss geklärt werden.

Christian Eggert, Initiator des Projekts, ist zuversichtlich. Alle Gesprächspartner seien wohlwollend. Jetzt gehe es um eine schnelle Lösung. Wichtig für das Projekt, eignet sich das Gebäude aus seiner Sicht doch hervorragend für die Proben. "Das irre an der Kirche ist, sie bietet 1000 qm Raum und von der Höhe her können wir auch alles machen", erklärt Eggert. Zudem gebe es damit endlich einen festen Probenraum, der aufgrund seiner zentralen Lage für die Trendsportler auch noch gut erreichbar ist.

Vom Proben ließen sich die Jugendlichen gestern dennoch nicht abhalten. Sie besichtigten zum ersten Mal die Jahrhunderthalle, in der im Mai die große Show starten soll und nutzten anschließend die freie Fläche drumherum, um ihre Bewegungen zu studieren.

"Das ist ein krasses Gefühl den Raum zu sehen, in dem wir demnächst auftreten", so Mehmet Bartu, einer der Breakdancer.

Da stelle sich langsam sogar schon das Lampenfieber ein, findet auch sein Sportlerkollege Carlo Mavrici. Aber die beiden sehen in Urbanatix auch eine große Chance, denn für sie geht es darum, professioneller zu werden, sogar darum, Sponsoren zu finden.

Doch erst mal geht es für die 45 Mann starke Gruppe um die große Show im Mai. Für die wird ab November täglich geübt - egal wo.