Massenentlassung bei Reifenhersteller Vredestein in Enschede

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Der Reifenhersteller Apollo Vredestein hat für sein Werk in Enschede Massenentlassungen angekündigt. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter müssen gehen.

Enschede (NL)

, 12.03.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Reifenhersteller will nach einem Bericht der Tageszeitung Tubantia die Produktion von Enschede nach Ungarn verlegen. Das bedeutet für 750 der 1100 Mitarbeiter am Standort Enschede, dass sie im nächsten Jahr ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Apollo Vredestein ist der größte Arbeitgeber in Enschede. Entsprechend reagierten Mitarbeiter und Gewerkschaften schockiert auf die Ankündigung des Reifenherstellers.

Auslagerung nach Ungarn und Indien

Die Produktion von Billigreifen hatte Vredestein bereits an eine Schwesterfirma in Ungarn ausgelagert. Auch werden Produktionsteile nach Indien ausgelagert.

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In Enschede wird die Produktion laut Tubantia durch diese Umstrukturierung von zwei Millionen auf 500.000 PKW-Reifen zurückgehen. Zurzeit werden in Enschede auch Agrarreifen und Premiumreifen für hochwertige Autos hergestellt.

Es bleiben 350 bis 400 Jobs in Enschede

Von den 1100 Arbeitsplätzen bleiben am Standort Enschede dann nur noch 350 bis 400 Mitarbeiter. „Unter den gegenwärtigen Marktbedingungen können bestimmte Reifengrößen in den Niederlanden nicht mehr auf nachhaltigem und wettbewerbsfähigem Niveau hergestellt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

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Und: „Um dem Unternehmen in den Niederlanden eine stabile Zukunft zu sichern, muss sich das Werk in Enschede daher auf seine Stärke konzentrieren, wie zum Beispiel Qualität, Innovation und Produktionsflexibilität.“

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