Maßgeschneiderte Anzüge für Feuerwehrleute: Mehr Sicherheit und Bequemlichkeit

rnFeuerwehr-Schutzanzüge

Eine dänische Firma liefert maßgefertigte Einsatzjacken und -hosen für die Feuerwehr Rhede. Bis zum Sommer sollen fast alle Einsatzkräfte mit der neuen Schutzkleidung ausgerüstet sein.

von Carola Korff

Rhede

, 05.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neue Schutzkleidung für die Feuerwehr Rhede ist bestellt. Den Zuschlag bekam die dänische Firma Viking, vertreten durch ein Unternehmen aus Niedersachsen. Sie will die ersten 46 Anzüge bereits Anfang des Jahres liefern. Die Schutzkleidung der Feuerwehr wird erneuert. 124.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Bis zum Sommer können damit 90 Prozent der 112 Einsatzkräfte neu eingekleidet werden.

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Bis vor etwa 15 Jahren hatten die Rheder Feuerwehrleute noch Mäntel als Einsatzkleidung. Dann sollten sie moderne Schutzkleidung bestehend aus Jacke und Hose bekommen. Die Umstellung sei allerdings so erfolgt, dass jedes Jahr fünf bis zehn Anzüge beschafft und an die Einsatzkräfte ausgegeben wurden, berichtet Dennis Walk von der Feuerwehr.

Manche Schutzkleidung ist älter als 15 Jahre

„Als Erstes wurden die Einsatzkräfte mit Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ausgestattet, da dies die Kräfte sind, die in die Gefahrenbereiche vorgehen“, so Walk. Bis heute sei diese Umstellung jedoch nicht abgeschlossen – manche Feuerwehrleute gehen also mit Schutzkleidung in den Einsatz, die weit älter als 15 Jahre ist. Und auch die „neue Bekleidung“ sei vom technischen Stand her bereits 15 Jahre alt.

Daher hatte der Rat auf Vorschlag der Verwaltung im Juli beschlossen, die Feuerwehr mit moderner und dem Stand der Technik entsprechender Schutzkleidung auszurüsten – allerdings nicht wie vorgesehen schrittweise in sechs, sondern innerhalb von nur zwei Jahren (das BBV berichtete). Die Feuerwehr war überrascht von dieser Großzügigkeit. Man bedanke sich herzlich „bei der Rheder Lokalpolitik und der städtischen Verwaltung, die immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen haben“, sagt Walk.

Maßgeschneiderte Anzüge für Feuerwehrleute: Mehr Sicherheit und Bequemlichkeit

Die dänische Firma Vicking hat die gängigsten Größen zum Anprobieren geliefert. © Dennis Walk

Nachdem das Geld freigegeben war, schrieb die Stadt den Auftrag im Herbst europaweit aus. Schon seit November 2017 habe eine Arbeitsgruppe innerhalb der Feuerwehr einen umfangreichen Katalog erarbeitet, der die Anforderungen an die neue Kleidung beschreibt, so Walk. Dazu besuchten die Mitglieder Fachmessen, nahmen Kontakt zu Herstellern auf, begutachteten Muster und tauschten sich mit anderen Feuerwehren aus.

Anzüge sind maßgefertigt

Besonders der Informationsaustausch mit Ibena als einem der größten Hersteller der Stoffe, die später in der Schutzkleidung verwendet werden, sei hilfreich gewesen, sagt Walk. Mehrere Hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit hätten die Mitglieder der Arbeitsgruppe in das Projekt gesteckt. Im Dezember ermittelten sie schließlich an sechs Tagen die Größen der Kameraden, denn „wie es sich für eine moderne Schutzkleidung gehört, sind die Anzüge für unsere Einsatzkräfte maßgefertigt“.

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Die neue Kleidung ist bequemer, belastbarer und besser zu reinigen. Das dient auch der Krebsvorsorge, denn Feuerwehrleute kommen oft mit krebserregenden Stoffen in Berührung. Häufigeres Reinigen kann die Gefahren minimieren.

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