Massiver Besuchereinbruch in Bochumer Freibädern

Schlechtes Wetter

Seit Beginn der Freibadsaison gingen 10.000 Bürger in Bochumer Freibädern schwimmen. Im vergangenen Jahr waren es noch 173.000. Da werden selbst die Bademeister zu Gärtnern.

BOCHUM

von Von Ines Maria Eckermann und Angela Wiese

, 29.07.2011, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Massiver Besuchereinbruch in Bochumer Freibädern

Freibad leiter Kühl testet regelmäßig den Chlorgehalt des Wassers: perfekte Werte - aber keine Schwimmer.

„Das ist unverschämt wenig“, meint der Leiter des Werner Freibades, Gunter Kühl bedrückt. Kühls Bademeister müssen in diesen Tagen keine Leben retten, kein Rennen am Beckenrand untersagen: Wenn niemand schwimmt, macht Kühl die Aufpasser zum Gärtner: Im Hintergrund knattert ein Dieselrasenmäher, neben dem großen Becken jäten zwei junge Männer Unkraut. Angst um ihren Arbeitsplatz müssen die unfunktionierten Bademeister jedoch nicht haben. Schließungen oder Änderungen bei den Mitarbeiterzahlen seien für die Stadt , die die Bäder betreibt, kein Thema: „Das ist ein subventioniertes Angebot für die Bochumer. Wer bei diesen Temperaturen ins Freibad geht, hat auch verdient, dass es offen bleibt“, findet Schmitz.

Dabei ist das Wasser gar nicht kalt: 23 Grad misst Kühl. Auch die Chlorwerte stimmen. Die hat Kühl heute schon dreimal gemessen. „Die Wasserwerte sind super. Jetzt müssen nur noch die Wetterwerte stimmen“, sagt der Freibadleiter. Dann würden an einem Wochenende gleich 10.000 Gäste kommen. Meteorologin Rebekka Krampitz von Meteomedia macht Hoffnung: „Es wird besser. Aber wir müssen noch ein paar Tage warten.“ Montag und Dienstag soll der Sommer mit bis zu 30 Grad und Sonnenschein die Schwimmer ins Freibad treiben.