Medizinische Fachangestellte sehr gefragt

Ausbildung

Gleich drei Azubi-Generationen arbeiten in der Annener Praxis des Hautarztes Dr. Matthias Hoffmann zusammen. „Das hat man nicht so häufig“, sagt der Chef zufrieden und verweist darauf, wie wichtig er es findet, für den beruflichen Nachwuchs zu sorgen.

WITTEN

03.10.2014, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Medizinische Fachangestellte sehr gefragt

Ausbildung findet Dr. Matthias Hoffmann wichtig: In seiner Hautarzt-Praxis erlernen (v.l.) Nathalie Dittmann (16, 1. Lehrjahr), Sophie Hartmann (nach der Ausbildung übernommen), Mendy Müller und Carolin Passon (beide 3. Lehrjahr) den Beruf der Mediziischen Fachangestelllten.

Matthias Hoffmann möchte auf seine aktuell drei Auszubildenden im Centro Vital nicht verzichten: „Das bringt doch frisches Blut und immer neue Ideen“, betont er. So hinterfrage man sich doch selbst und die eigene Arbeit ganz anders. Bloß nicht zu verkrusten, das sei doch eine wichtige Herausforderung im Arbeitsleben. Viele Schüler von der Holzkamp-Gesamtschule und der Adolf-Reichwein-Realschule schnuppern bei einem Praktikum in seiner Praxis schon einmal in den Beruf hinein. Am Berufskolleg gibt es seit dem Ende der Sommerferien erstmals sogar zwei Klassen für angehende MFA. „Wir bilden derzeit 43 Schülerinnen aus“, sagt Schulleiter Heinz Ziegler. Hintergrund sei aber kein besonderer Andrang auf den ohnehin beliebten Beruf: „An der Hattinger Schule war die Nachfrage einfach nicht mehr groß genug, darum ist sie nun bei uns angesiedelt worden.“ Er rechnet in den nächsten Jahren mit stabilen Zahlen. Nach dem Eindruck von Dr. Frank Koch, dem Vorsitzenden der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten, gibt es genügend Praxen, die MFA ausbilden.

Allerdings habe die Begeisterung seiner Kollegen in den vergangenen Jahren nachgelassen: „Der Grund ist, dass die Azubis jetzt öfter in der Schule sein müssen und dann in der Praxis fehlen.“ Für Matthias Hoffmannn fällt das offenbar nicht so sehr ins Gewicht. Er schwört auf den selbst ausgebildeten Nachwuchs und beschäftigt insgesamt zwölf Arbeitskräfte in seiner Praxis: „Es sind viele MFA in Teilzeit, denn sie haben Familie.“ Das lasse sich mit dem Beruf auch wunderbar vereinbaren. Bei der Organisation der Praxis sei das wegen der bei allen vorhandenen Flexibilität auch kein Problem. Es helfe sogar sehr gut dabei, Krankheitsfälle aufzufangen

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