Mehr als 18.000 Besucher in der Innenstadt

Opel-Solidaritätsfest

Das Solidaritätsfest ist zu einer machtvollen Demonstration der Verbundenheit der Bochumer mit ihrem Opel-Werk geworden. Bereits wenige Stunden nach der offiziellen Eröffnung haben nach Angaben der Polizei mehr als 18.000 Leute die eigens abgesperrte Innenstadt bevölkert.

BOCHUM

von Von Daniel Sczekalla und Tim Stobbe

, 03.03.2013 / Lesedauer: 3 min

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Solidaritätsfest für Opel

Auto- und Motorradkorso, Bands, Chöre und Gruppen - das Solidaritätsfest ist zu einer machtvollen Demonstration der Verbundenheit der Bochumer mit ihrem Opel-Werk geworden. Bereits wenige Stunde nach der offiziellen Eröffnung zählte die Polizei mehr als 18000 Besucher.
03.03.2013
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Lange haben die Opelaner gekämpft - und der Konzern geht nicht ganz.© Foto: Aschwer
Mit gut 150 Autos starteten die Opel-Fans aus der Region zu einem Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Klare Worte zur Dauerkrise bei Opel.© Foto: Aschwer
Perfekte Kombination: Steven Sloane, die Bosy und Bergleute. Glück auf, der Steiger kommt.© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidarität mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Lisa Wagner kommt aus Moers. Ihr neues Nummerschild sagt es ganz klar: Die Fünf ist als S gedacht.© Foto: Daniel Sczekalla
"Opel gehört zum Ruhrpott, wie der Blitz zum Donner" - die Flying Opel-Crew zeigt ihre Solidarität.© Foto: Daniel Sczekalla
Für Tobias Damczyk ist klar: "Einmal Opel, immer Opel."© Foto: Daniel Sczekalla
Es muss nicht immer Lack sein, um kaputte Stellen zu verdecken.© Foto: Daniel Sczekalla
Tim Alsdorf ist schon von klein auf Opel-Fan. "Seit dem ersten Manta-Film."© Foto: Daniel Sczekalla
Zwar kein Opel-Mitarbeiter, aber Roland Reininghaus trägt trotzdem die Opel-Jacke. Insgesamt sechs Fahrzeuge hat er in seinem Besitz. Alles Opel.© Foto: Daniel Sczekalla
Sechs Polizisten auf Motorrädern fuhren dem Korso voraus.© Foto: Daniel Sczekalla
Pünktlich um 10.30 Uhr startete der Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Trotz frischer Temperaturen blieb das Verdeck offen.© Foto: Daniel Sczekalla
Mit gut 150 Fahrzeugen startete der Korso vor dem Werksgelände am Opelring.© Foto: Daniel Sczekalla
Daumen hoch für Opel.© Foto: Daniel Sczekalla
Vor der Abfahrt wird gemeinsam nochmal die Route besprochen.© Foto: Daniel Sczekalla
"Wir sind Opel" - viele Teilnehmer des Autokorsos zeigten Flagge.© Foto: Daniel Sczekalla
Diesmal mussten die Fahrer keine rote Ampel fürchten: die Straße wurde ihnen frei gemacht.© Foto: Daniel Sczekalla
Mit gut 200 Fahrzeugen startete der Korso vom Werksgelände.© Foto: Daniel Sczekalla
Die Polizei sicherte den Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Bereit zur Ausfahrt.© Foto: Daniel Sczekalla
Viele Opelfans zeigten ihre Solidarität und beteiligten sich an einem Autokorso.© Foto: Daniel Sczekalla
Viele Opelfans zeigten ihre Solidarität und beteiligten sich an einem Autokorso.© Foto: Daniel Sczekalla
Astra, Corsa, Kadett - viele Modelle waren beim Korso vertreten.© Foto: Daniel Sczekalla
Astra, Corsa, Kadett - viele Modelle waren beim Korso vertreten.© Foto: Daniel Sczekalla
Erst gingen die Zechen, dann kam Opel - aber wiel lange bleibt der Autokonzern?© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidariät mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Manta, Manta - diesmal auf dem Boulevard.© Foto: Aschwer
Bor - e: Was für ein Opel.© Foto: Aschwer
BOR - E: Was für ein Opel.© Foto: Aschwer
Herrliche Zeiten, prächtige Oldtimer.© Foto: Aschwer
Mit einem Opel Kadett begann alles in Bochum.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidariät mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Schlagworte Bochum

Pünktlich um 10.30 Uhr starteten dann rund 150 Motoren. Unter Schutz einer Polizeieskorte durften die Fahrer diesmal jede rote Ampel bis zur Innenstadt ignorieren. Zu ihnen gesellten sich später auch rund 325  Motorrad- und Quadfahrer, die vom Ruhr-Park starteten. Während die Korsos noch unterwegs waren, sammelten sich die Menschenmassen in der Innenstadt. In Strömen bevölkerten sie den Boulevard, ballten sich an der kleinen Bühne am Platz des Kuhhirten und vor der großen Bühne am Willy-Brand-Platz.

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Solidaritätsfest für Opel

Auto- und Motorradkorso, Bands, Chöre und Gruppen - das Solidaritätsfest ist zu einer machtvollen Demonstration der Verbundenheit der Bochumer mit ihrem Opel-Werk geworden. Bereits wenige Stunde nach der offiziellen Eröffnung zählte die Polizei mehr als 18000 Besucher.
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Lange haben die Opelaner gekämpft - und der Konzern geht nicht ganz.© Foto: Aschwer
Mit gut 150 Autos starteten die Opel-Fans aus der Region zu einem Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Klare Worte zur Dauerkrise bei Opel.© Foto: Aschwer
Perfekte Kombination: Steven Sloane, die Bosy und Bergleute. Glück auf, der Steiger kommt.© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidarität mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Lisa Wagner kommt aus Moers. Ihr neues Nummerschild sagt es ganz klar: Die Fünf ist als S gedacht.© Foto: Daniel Sczekalla
"Opel gehört zum Ruhrpott, wie der Blitz zum Donner" - die Flying Opel-Crew zeigt ihre Solidarität.© Foto: Daniel Sczekalla
Für Tobias Damczyk ist klar: "Einmal Opel, immer Opel."© Foto: Daniel Sczekalla
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Tim Alsdorf ist schon von klein auf Opel-Fan. "Seit dem ersten Manta-Film."© Foto: Daniel Sczekalla
Zwar kein Opel-Mitarbeiter, aber Roland Reininghaus trägt trotzdem die Opel-Jacke. Insgesamt sechs Fahrzeuge hat er in seinem Besitz. Alles Opel.© Foto: Daniel Sczekalla
Sechs Polizisten auf Motorrädern fuhren dem Korso voraus.© Foto: Daniel Sczekalla
Pünktlich um 10.30 Uhr startete der Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Trotz frischer Temperaturen blieb das Verdeck offen.© Foto: Daniel Sczekalla
Mit gut 150 Fahrzeugen startete der Korso vor dem Werksgelände am Opelring.© Foto: Daniel Sczekalla
Daumen hoch für Opel.© Foto: Daniel Sczekalla
Vor der Abfahrt wird gemeinsam nochmal die Route besprochen.© Foto: Daniel Sczekalla
"Wir sind Opel" - viele Teilnehmer des Autokorsos zeigten Flagge.© Foto: Daniel Sczekalla
Diesmal mussten die Fahrer keine rote Ampel fürchten: die Straße wurde ihnen frei gemacht.© Foto: Daniel Sczekalla
Mit gut 200 Fahrzeugen startete der Korso vom Werksgelände.© Foto: Daniel Sczekalla
Die Polizei sicherte den Korso.© Foto: Daniel Sczekalla
Bereit zur Ausfahrt.© Foto: Daniel Sczekalla
Viele Opelfans zeigten ihre Solidarität und beteiligten sich an einem Autokorso.© Foto: Daniel Sczekalla
Viele Opelfans zeigten ihre Solidarität und beteiligten sich an einem Autokorso.© Foto: Daniel Sczekalla
Astra, Corsa, Kadett - viele Modelle waren beim Korso vertreten.© Foto: Daniel Sczekalla
Astra, Corsa, Kadett - viele Modelle waren beim Korso vertreten.© Foto: Daniel Sczekalla
Erst gingen die Zechen, dann kam Opel - aber wiel lange bleibt der Autokonzern?© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidariät mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Manta, Manta - diesmal auf dem Boulevard.© Foto: Aschwer
Bor - e: Was für ein Opel.© Foto: Aschwer
BOR - E: Was für ein Opel.© Foto: Aschwer
Herrliche Zeiten, prächtige Oldtimer.© Foto: Aschwer
Mit einem Opel Kadett begann alles in Bochum.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Bei ökumenischen Gottesdienst stellten sich die Kirchen deutlich auf die Seite der Opelaner.© Foto: Aschwer
Tausende stürmten in die Innenstadt, um ihre Solidariät mit den Opelanern zu demonstrieren.© Foto: Aschwer
Schlagworte Bochum

Direkt im Anschluss an den Ökumenischen Gottesdienst trat Eva Kerkemeier, erste Bevollmächtigte der IG Metall, vor die vielen tausend Menschen und verlieh ihrer Begeisterung Ausdruck: "Wir hier im Ruhrgebiet wissen nicht nur, was Solidarität ist. Hier wird Solidarität gelebt. Deshalb arbeite und lebe ich gerne hier." Als Zeichen der Verbundenheit zu Opel überreichte sie dem Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel ein Bild des Bochumer Künstlers Bernd Röttgers - mitsamt allen großen Bochumer Landmarken und dem Schriftzug "Wir bleiben Bochum". Einen geeigneten Platz dafür hat Einenkel auch bereits im Sinn: "Im Werk haben wir die Wand der Solidarität. Dort hängen bisher rund 300 Solidaritätsbekundungen. Dort wird es sich gut machen."

Bei seiner anschließenden Ansprache zeigte sich Einenkel kämpferisch wie in den Wochen zuvor, begleitet von einer großen Portion Dankbarkeit: "Ihr seid hier. Das ist gut. Denn wir brauchen euch."Doch nicht nur die Opelaner bräuchten die Unterstützung und den Rückhalt von Freunden, Familie, von einer ganzen Stadt und Region, sondern auch die vielen Arbeitsplätze, die bei den Zulieferbetrieben an Opel hängen, so der Betriebsratsvorsitzende. Die schiere Masse an Leuten, die den Beschäftigten von Opel ihre Unterstützung zeigten, sei "absoluter Wahnsinn." Und dies taten sie lautstark. Als die Knappenvereine die Bühne betraten und gemeinsam mit Bläsern der Bochumer Symphoniker und Generealmusikdirektor Steven Sloane das Steigerlied sangen, stimmten sie mit ein. Der anschließende Jubel und Applaus glich dem bei einem furiosen Rockkonzert. 

Bereits dreieinhalb Stunden nach Beginn tummelten sich - so die Angaben der Polizei - rund 18000 Menschen in der Bochumer Innenstadt. Eine Resonanz, die auch SPD-Politiker Thomas Eiskirch, MdL, nicht kalt lässt: "Dieses Fest ist ein wichtiges Signal an den Mutterkonzern GM."  Ähnliche Worte findet auch Christian Haardt, MdL, und Karl-Josef Laumann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag. "Wir haben Opel in der Region viel zu verdanken", so Laumann. "Daher ist es wichtig, zu zeigen, dass wir Produktions- und Industriestandort bleiben wollen." Etwas pragmatischer ist Haardt in Hinblick auf die Politik: "Wir kämpfen für den Standort, doch unsere Möglichkeiten sind begrenzt politisch Einfluss zu nehmen. Aber die Solidarität ist da und wir hoffen mit den Opel-Beschäftigten."