Mehr Fälle von akuter Kindeswohlgefährdung

rnKreis Borken

Die Zahl der Fälle, in denen Jugendämter und andere Behörden im Kreis Borken wegen einer akuten Gefährdung des Kindeswohls eingeschritten sind, ist im Vorjahr leicht gestiegen.

von Von Josef Barnekamp

Kreis Borken

, 18.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Nach Angaben des statistischen Landesamtes war das 2018 genau 44 Mal der Fall – und damit häufiger als im Jahr zuvor (31 Fälle), als 2016 (43 Fälle) oder auch 2015 (33).

44 Akut-Fälle

Insgesamt waren bei den Behörden 386 Verfahren in Gang gekommen, in denen geklärt werden sollte, ob Kinder und Jugendliche akut oder auf Dauer gefährdet sind oder ob die Familie Hilfe braucht, weil sie allein nicht zurecht kommt.

Neben den 44 Fällen akuter Kindeswohlgefährdung gab es im Vorjahr 50 Fälle, in denen Kinder auf Dauer gefährdet waren. 125 Mal lag keine Gefährdung vor, wohl aber gab es Hilfebedarf.

Woher die Hinweise kamen

In 167 Fällen sei alles in Ordnung gewesen, heißt es. 91 Mal kamen die Hinweise auf mögliche Missstände von Verwandten und Bekannten der Familie, in 72 Fällen von Polizei, Gericht oder Staatswanwaltschaft und 35 Mal von Schule oder Kindergarten. Die restlichen 182 Hinweise kamen von anderer Seite, etwa von Nachbarn.

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