Mehr Verfügungen für Tod und Krankheit während der Pandemie

Coronavirus

Im Lockdown hat es viel Zeit zum Nachdenken über den plötzlichen Tod oder schwere Erkrankungen gegeben. Ein Notar aus NRW erkennt einen deutlichen Trend und berichtet aus der Bundesnotarkammer.

Bonn

12.06.2021, 10:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Während der Pandemie gab es einen deutlichen Anstieg von Verfügungen und Vollmachten.

Während der Pandemie gab es einen deutlichen Anstieg von Verfügungen und Vollmachten. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

In der Corona-Pandemie haben verstärkt Menschen mit notariellen Verfügungen und Vollmachten für den Todesfall oder das Auftreten schwerer Erkrankungen vorgesorgt. „Wir spüren einen erheblichen Anstieg“, sagte der Bonner Notar Michael Uerlings, der auch Geschäftsführungsmitglied der Bundesnotarkammer in Köln ist.

15% mehr Verfügungen für den Todesfall

„Die Menschen haben im Lockdown viel Zeit gehabt nachzudenken, und sie haben gesehen, dass es bei manchen sehr schnell gegangen ist.“ Uerlings registrierte in seiner zusammen mit einem Partner betriebenen großen Bonner Kanzlei seit Beginn der Pandemie etwa 15 Prozent mehr Verfügungen von Todes wegen.

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Etwa im gleichen Umfang hätten Vorsorgevollmachten zugelegt, mit denen Mandanten festlegen, wer im Falle von schwerer Erkrankung und Hilflosigkeit wichtige Entscheidungen etwa zur Fortsetzung von Therapien trifft. Von einem Zuwachs hätten auch Kollegen aus anderen Kanzleien berichtet, sagte Uerlings. „Das ist insgesamt ein Trend.“

dpa

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