"Mengede hilft" ist bereit für die Flüchtlinge

Neuer Verein

Zwei große Schritte nach vorne hat die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Mengede in den vergangenen Monaten gemacht: Die Helfer haben mittlerweile einen Verein gegründet (es fehlt nur noch das Schreiben des Amtsgerichts) und eine Lagermöglichkeit für die gespendeten Kleider und Möbel gefunden. Im Grunde fehlen jetzt nur noch die Asylsuchenenden, die im April in die Containerunterkunft an der Breisenbachstraße einziehen werden.

MENGEDE

, 05.02.2016 / Lesedauer: 3 min
"Mengede hilft" ist bereit für die Flüchtlinge

Die Arbeitsgruppe „Kleiderkammer und Möbellager“ hat bereits alle Hände voll zu tun. Derzeit sind die insgesamt sieben Mitglieder, die sich über weitere Unterstützung freuen würden, mit dem Einräumen der Kleiderspenden beschäftigt.

"Wir sind gerade damit beschäftigt, alle Spenden, die bislang in privaten Kellern und Garagen aufbewahrt wurden, in den Lagerraum zu bringen“, berichtet Elke Kock, Erste Vorsitzende des neuen Vereins „Mengede hilft“. Auf 800 Quadratmetern können Kleidung und Möbel nun verstaut und aufgestellt werden.

Bürger übernehmen Patenschaften

Gut beschäftigt seien auch die beiden Gruppen „Umzug“ und „Patenschaften“. „Einige Flüchtlingsfamilien gibt es bei uns im Bezirk ja schon in privaten Wohnungen. Für sie haben Bürger Patenschaften übernommen, um sie zu betreuen und begleiten, sowie Umzüge zu organisiert“, berichtet Elke Kock.

Sie selbst sei verstärkt damit beschäftigt, für die Flüchtlingskinder Plätze in Mengeder Willkommensklassen zu organisieren. „Die Zusammenarbeit mit dem Schulverwaltungsamt klappt hervorragend“, betont die erste Vorsitzende, die eng mit dem Projekt „Ankommen“ kooperiert.

Betreuung für Flüchtlingskinder

Die weiteren Arbeitsgruppen wie Deutschunterricht, Hausaufgabenbetreuung, sportliche und kulturelle Aktivitäten oder Kinderbetreuung würden noch auf ihren Einsatz warten. Bislang seien es 61 Bürger, die sich gemeldet und ihre Unterstützung zugesichert haben, so Kock. „Vieles läuft einfach über Mundpropanda.“

Wichtig ist Elke Kock, den Namen des Vereins zu erklären. „Wir helfen nicht nur Flüchtlingen, sondern allen im Bezirk, die uns fragen – sofern wir es leisten können“, betont sie. Eine Kooperation gibt es zudem mit dem Förderverein „Heinrich Heine hilft“. Der hat sich jüngst aus dem „Arbeitskreis Flüchtlinge“ gegründet, um die Willkommensklassen unterstützen zu können. „Einige Eltern sind dort und bei uns Mitglied, sodass wir uns gut ergänzen können“, so Kock.

Erste Mitgliederversammlung des neuen Vereins

Mitte Februar, schätzt Kock, wird die konstituierende Mitgliederversammlung des neuen Vereins sein, bei der auch der Jahresbeitrag geklärt werden soll. Wann genau Kleiderkammer und Möbellager geöffnet werden können, weiß Elke Kock noch nicht genau. „Erst einmal müssen wir alle Spenden abarbeiten, sobald wir Land sehen, wird es eine kleine Eröffnungsfeier geben.“ Aktuell werden dringend Regale benötigt – weitere Spenden erst wieder zu einem späteren Zeitpunkt.

Respekt vor dem, was kommen wird, habe sie schon, gesteht Elke Kock. „Dass es mal ein so großes und umfangreiches Projekt wird, damit haben wir nicht gerechnet. Deshalb müssen wir die Arbeit auf viele Schultern verteilen“, betont Elke Kock, die bereits seit Monaten im Dauereinsatz ist. Um den Flüchtlingen im Stadtbezirk eine schnelle und gelungene Integration zu ermöglichen.

Zweite Vorsitzende des neuen Vereins ist Elisabeth Steeger, Schriftführer wurde Marcel Meierkord, als Kassierer fungiert Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch.