Menschen, Häuser und Automaten ergeben ein Bild der Stadt

Kurzfilmtage Oberhausen

Am Donnerstag (5.5.), 19 Uhr, beginnen in Oberhausen in der Lichtburg die 62. Internationalen Kurzfilmtage, die bis zum 10. Mai Arbeiten aus der ganzen Welt zeigen, gestaffelt nach Wettbewerben und Spezialprogrammen.

OBERHAUSEN

, 03.05.2016 / Lesedauer: 2 min
Menschen, Häuser und Automaten ergeben ein Bild der Stadt

Ein Birnbaum ist im Film „Rauch und Staub“ Symbol der verlorenen Heimat.

211 Filme aus NRW wurden eingereicht. Zwölf haben es in den NRW-Wettbewerb geschafft, drei stammen von Regisseuren, die in Dortmund leben. Johannes Klais hat als Regisseur, Autor, Kameramann des Fußball-Schwanks "Oh Fortuna" bereits für Aufsehen gesorgt.

Kaugummi-Automat

Im NRW-Wettbewerb der Kurzfilmtage (Freitag, 20 Uhr) ist er mit "Erfrischt einzigartig" vertreten, einer 15-minütigen Doku, die in Hagen einem Relikt von gestern nachspürt: Kaugummi-Automaten (mit Schlitz und Handgriff), die Aroma-Gummi oder Ringe und Ketten auswerfen.

Jemand weiß noch, wie er es auf einen Ring abgesehen hatte, den er der Freundin schenkte. Ein Metzger erzählt vom Sterben kleiner Geschäfte, ein jugoslawischer Möbel-Händler aus seinem Leben. Automaten, Fassaden, Menschen: In Vierteln, wo die roten Kästen prangen, leben viele in Erinnerung an bessere Zeiten. Eine soziokulturelle Erkundung, ausgehend vom "Pfenniggrab" für Kinder.

"Rauch und Staub"

Irfan Akcadags "Rauch und Staub" bebildert ein Gedicht, das von der verlorenen Heimat, Bomben und der Flucht übers Meer erzählt. "Wo bist du nun, mein Birnbaum?" - Poesie in zweieinhalb Minuten, ein Denkmal für einen ertrunkenen kurdischen Jungen.

Ein pulsierendes Denkmal für den Designer Hermann Zapf (1918-2015) legt Cathy Joritz mit "Zapf Dingbats" vor: Sterne, Blumen, Herzen, Kristalle kreisen, verschmelzen und tanzen fröhlich Boogie-Woogie in dieser Animation. Ode an einen Meister der grafischen Reduktion. Beide Filme laufen am Freitag ab 20 Uhr.