Merkel und Laschet äußern sich zu Regeln und Beschränkungen bei Corona

Coronavirus

Bundeskanzlerin Merkel hat an einer Sitzung des NRW-Kabinetts teilgenommen. Dabei richtete sie einen Appell an die Bevölkerung. NRWs Ministerpräsident Laschet sprach über Ausnahmen bei Beschränkungen.

Düsseldorf

18.08.2020, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, äußerten sich zu Corona. Merkel nahm an einer Kabinettssitzung der nordrhein-westfälischen Regierung teil.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, äußerten sich zu Corona. Merkel nahm an einer Kabinettssitzung der nordrhein-westfälischen Regierung teil. © picture alliance/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Neuinfektionszahlen an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. Weitere Lockerungen von Beschränkungen könne es zur Zeit nicht geben. Die Entwicklung müsse eingedämmt werden, sagte Merkel am Dienstag in Düsseldorf. Sie nahm dort an einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts teil. Merkel rief Reiserückkehrer auf, sich testen zu lassen.

Es gehe außerdem vor allem darum, die Abstandsregeln einzuhalten und eine Maske zu tragen, etwa im öffentlichen Nahverkehr. Darauf müsse man mit Nachdruck hinweisen. Merkel begrüßte die Entscheidung mehrerer Bundesländer, Bußgelder zu verhängen, wenn etwa in Bussen oder Bahnen kein Mund- und Nasenschutz getragen wird. Es habe Priorität, das Wirtschaftsleben so weit wie möglich zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern sowie den Besuch von Schulen und Kitas zu ermöglichen, sagte Merkel.

Laschet: Bei schärferen Corona-Beschränkungen Kinder schonen

Auch nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sind möglicherweise wieder schärfere Beschränkungen nötig, falls die Corona-Infektionszahlen weiter steigen. Diese sollten dann aber nicht für Kinder und nicht im Bildungsbereich gelten, sagte Laschet am Dienstag.

Grundsätzlich gelte das Prinzip: Wenn die Infektionszahlen sinken, sollten die Freiheitsbeschränkungen zurückgefahren werden, wenn sie steigen, seien schärfere Maßnahmen nötig. Laschet sagte weiter, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten vor einer Bewährungsprobe gestanden, die ohne Vorbild sei. Man habe in den Ländern möglicherweise unterschiedliche Akzente gesetzt, aber grundsätzlich habe es ein gutes Miteinander im Kampf gegen das Coronavirus gegeben. Zudem habe die Kanzlerin die Positionen immer wieder zusammenführen können.

Die derzeitige Reisetätigkeit führe wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen. Die wirtschaftlichen Einbrüche durch die Corona-Krise seien schwerwiegender als in der Finanzkrise. Man habe sich im Kabinett abgestimmt, dass die Hilfsprogramme des Bundes schnell im Land umgesetzt werden können. Gerade in NRW befinde sich ein wichtiger Anteil von Firmen, die den Industriestandort ausmachten, sagte Laschet.

dpa

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