Messerstecher muss mehr als vier Jahre in Haft

Landhaus Syburg

Knapp sechs Monate nach einem blutigen Messerangriff auf seine Frau ist ein 31-jähriger Afghane am Donnerstag zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Bluttat hatte sich Anfang Februar in der Asylbewerberunterkunft Landhaus Syburg ereignet.

SYBURG

28.07.2016, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Messerstecher muss mehr als vier Jahre in Haft

Die Asylbewerberunterkunft im Landhaushotel Syburg. Hier stach der Mann seine Ehefrau nieder.

Das Schwurgericht sah von einer Verurteilung wegen versuchten Totschlags ab und bestrafte den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Richter gingen in ihrem Urteil zwar davon aus, dass der Angeklagte den Tod seiner Ehefrau zumindest in Kauf genommen hat. Er habe aber den Messerangriff aus freien Stücken beendet.

Frau hatte Seitensprung gebeichtet

Unmittelbar vor dem Angriff will der 31-Jährige erfahren haben, dass seine Frau Kontakt mit einem anderen Mann aufgenommen hatte und ihn verlassen wollte. In seinem Geständnis hatte er dazu gesagt: "Hätte sie das bereut, wäre es wahrscheinlich nie so weit gekommen."

Die Frau hatte bei dem Angriff schwere Stich- und Stichverletzungen erlitten. Die Narben sind bis heute deutlich sichtbar. Und auch psychisch leidet das Opfer weiter unter den Folgen der Tat. Im Prozess hatte sie von Angstzuständen und Schlafstörungen berichtet.

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