Mieter enttäuscht und wütend

LEG-Wohnungen

WICKEDE Enttäuscht und wütend zeigten sich die Mieter der LEG-Wohnungen in der Siedlung zwischen Rauschenbusch- und Meylantstraße. Auf einer Informationsveranstaltung in der AWO-Begegnungsstätte am Dollersweg machten sie ihrem Ärger Luft.

von Von Felix Püschner

, 15.07.2009, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Keine Sanierung für die Siedlungen rund um die Meylantstraße?

Keine Sanierung für die Siedlungen rund um die Meylantstraße?

Dass sich die Bewohner der 50 Jahre alten Gebäude vom Vermieter hintergangen fühlen, konnte auch SPD-Landtagsabgeordnete Gerda Kieninger nachvollziehen. „Auch ich frage mich, warum in dieser Siedlung zwar seit einem halben Jahr Baugerüste an den Häusern stehen, seither aber noch nichts passiert ist“, so die Landtagsabgeordnete. Auch die Arbeitsweise der LEG-Vertreter wurde bemängelt. So seien etwa Schäden in den Wohnungen zwar begutachtet, letztlich jedoch ignoriert worden.

Rainer Stücker, Geschäftsführer des Mietervereins Dortmund, prognostizierte „harte Zeiten“ für die Mieter und forderte zugleich mehr Eigeninitiative. „Sie müssen im Umgang mit ihren Vermietern mutiger werden. Machen Sie von Ihren Rechten Gebrauch und üben Sie Druck aus“, appellierte Stücker. Der Rat des Fachmanns: eine Mietminderung. Im Falle einer Verdunklung der Wohnung durch ein Baugerüst könne diese beispielsweise rund zehn Prozent betragen. Was die Modernisierung betrifft, zeigte sich Stücker wenig zuversichtlich.  

Die benötigten Finanzmittel stünden nicht zur Verfügung. Dies sei auch auf Fehler der LEG zurückzuführen. Die Qualität des Wohnbestandes werde daher wohl weiterhin sinken. Außerdem gingen die neuen Investoren äußerst profitorientiert vor und würden im Falle einer umfangreichen Modernisierung mit konsequenten Mieterhöhungen reagieren.

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