Mieter hoffen auf Gebot der Dogewo

Häuser-Rückkauf

WESTERFILDE Viele Mieter überlegen wegen der schlechten Wohnbedingungen umzuziehen. Der Plan der Dogewo 21, Häuser in Westerfilde zurück zu kaufen könnte die Wegzugs-Absichten der Mieter jedoch stoppen.

von Von Arndt Brede

, 25.02.2010, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mieter hoffen auf Gebot der Dogewo

Mimin Mumini und seine Tochter Anastasia: Hoffnung auf Besserung der Wohnverhältnisse.

Wenn die Dogewo halte, dass sie, falls sie die Häuser kauft, den Reparatur- und Modernisierungsstau lösen möchte, wie Prokurist Bernd Wortmeyer es gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärt hat. „Ich wohne hier seit 38 Jahren“, erzählt Maktal. Der 53-jährige dreifache Familienvater lebte schon in Westerfilde, als die Häuser noch der Dogewo gehörten. „Da war hier alles sauber und wenn etwas kaputt war, wurde es sofort repariert.“ Heute seien die Fenster undicht, es gebe Schimmel und kaputte Toiletten, um die sich niemand so wirklich kümmere. Was Mimin Mumini bestätigt: „Deshalb will ich auch weg. Vor allem, damit meine vier Monate alte Tochter Anastasia nicht krank wird.“ Doch die neuen Nachrichten könnten ihn umstimmen. „Denn in Westerfilde zu wohnen, ist schön. Hier hat man alles.“

  • Bündnis 90/Die Grünen begrüßen die Pläne der Dogewo, Häuser in Westerfilde zurück zu kaufen und sichern ihre Unterstützung zu. Ratsvertreterin Ingrid Reuter: „Dabei ist klar, dass eine solche Maßnahme eingebettet sein muss in ein umfassenderes Konzept für das Quartier. Dazu könnte Quartiersmanagement à la Scharnhorst gehören oder der geförderte Rückbau einzelner Schrottimmobilien, für die es keine Nutzer mehr gibt. Es ist ein Hoffnungsschimmer – insbesondere für die noch verbliebenen Bewohner und die engagierte Mieterinitiative in Westerfilde.“
  • Auch der Mieterverein Dortmund nimmt die Dogewo-Rückkauf-Pläne wohlwollend zur Kenntnis: „Ein solcher Ankauf ist wichtig, um in Westerfilde ein positives Zeichen zu setzen“, erklärt Mieterverein-Geschäftsführer Rainer Stücker. Zumal der Stadtteil Westerfilde in ganz besonderer Weise vom Ankauf durch Finanzinvestoren und die dann folgende Vernachlässigung betroffen sei. Die Dogewo21 stehe auch deshalb in der Pflicht, da der einstige Verkauf an Janssen und Helbing eine Fehlentscheidung gewesen sei, sagt Rainer Stücker.
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