Mieterverein fordert Austausch von "Schrottfenstern"

Wohnanlage Am Sturmwald

Der Mieterverein Dortmund bemängelt den Zustand der ehemaligen Viterra-Wohnanlage an den Straßen Am Sturmwald und Am Spörkel. Vor allem die Fenster seien veraltet und müssen dringend ausgetauscht werden. Dieser Zustand könnte sich bald ändern.

MENGLINGHAUSEN

, 31.07.2014, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

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„Der Aluminiumrahmen leitet die Wärme nach außen und sind im Winter die kältesten Punkte am Gebäude“, erklärt Rainer Stücker vom Mieterverein. Der Nebeneffekt ist, dass sich vor allem in den Schlafzimmern der Mieter die Raumfeuchtigkeit an den Fensterrahmen sammelt. Viele haben sich mit Handtüchern auf den Fensterbrettern behelfen müssen, weil das Wasser an den Aluminiumrahmen herunter gelaufen sei, sagt Stücker. Die Bezirksvertretung Hombruch hat bereits Kontakt zum Amt für Wohnungswesen aufgenommen, bestätigt Bezirksbürgermeister Hans Semmler auf Nachfrage. Derzeit sammle man Informationen über das Gebäude – auch, um mögliche städtische Hilfen zu prüfen. Auf jeden Fall wolle man verhindern, dass der Sanierungsstau sich noch länger aufschiebt. Semmler: „Die Stadt hat hier eine Verpflichtung.“

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Laut Mieterverein macht sich der Zustand der Wohnungen auch im Leerstand bemerkbar: In den 20 Häusern gibt es insgesamt 384 Wohnungen. Von denen standen im April dieses Jahres 40 Wohnungen leer – über zehn Prozent. Ein Zustand, den die aktuelle Besitzerin der Immobilien, die österreichische Conwert-Gruppe, bald ändern könnte. Auf Anfrage dieser Zeitung kündigt ein Unternehmenssprecher energetische Sanierungen der Fenster und Außenwände an.

Die sollen noch in diesem Jahr starten und spätestens bis Jahresende 2015 abgeschlossen sein. Weitere Informationen kann der Sprecher zu diesem Zeitpunkt nicht nennen. Auch nicht darüber, ob ein Vertreter der Conwert-Gruppe an der vom Mieterverein für Herbst dieses Jahres geplanten Mieterversammlung teilnehmen wird.

Mehrere Besitzerwechsel
Die Wohnanlage wurde von 1975 bis 1979 durch die Veba Wohnen gebaut. Zwischen 2001 und 2013 haben die 20 Häuser dreimal den Besitzer gewechselt. Nach der Gebrüder Karl GdBR und der HPE Siebte Hausbau ging der Komplex an die Convert-Gruppe, die 31.756 Wohnungen in mehreren Ländern besitzt.

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